Heidenheim will gegen Düsseldorf die Wende schaffen

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Entschlossen: Trainer Frank Schmidt.
Entschlossen: Trainer Frank Schmidt. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur/DigitAalen

Im Abstiegskampf müssen Zeichen gesetzt werden. In diesen verrückten Zeiten in der 2. Bundesliga greifen sie zu Kampagnen. Unter dem Hashtag #ARSCHHOCH mobilisiert sich Eintracht Braunschweig im Kampf um den Klassenverbleib, und viel weiter südlich, wo auch der 1. FC Heidenheim noch bedrohter ist, heißt es #FarbeBekennen. Wenn der Zweitligist von der Ostalb am Sonntag um 13.30 Uhr in der heimischen Voith-Arena anstößt, werden wohl mehr Zuschauer als sonst vor Ort sein - die Situation ist bekannt und der Gegner in Tabellenführer Fortuna Düsseldorf eben auch die berühmte Hausnummer.

11000 Karten waren am Freitag schon weg und vielleicht erleben die Zuschauer eine Wende. „Gerade gegen den Tabellenführer ist es der richtige Zeitpunkt Kräfte freizusetzen“, sagte FCH-Trainer Frank Schmidt (44) am Freitag auf der Pressekonferenz und in seinen Ausführungen war die Entschlossenheit zu spüren, die von seinen Spieler in dieser Lage verlangt wird. Nicht nur die Fans sollen in Trikots Farbe bekennen, sondern auch die Akteure, von denen Abwehrmann Timo Beermann verletzt ausfallen wird, John Verhoek nach Verletzung fraglich ist und Sebastian Griesbeck jüngst wieder ins Training eingesteigen ist.

Dass der Spitzenreiter mit seinem starken Kollektiv „schwer zu schlagen“ ist: selbstredend. Auch wenn die Düsseldorfer und die Heidenheimer mit zwei Niederlagen aufeinandertreffen, warnt Schmidt etwa vor dem Umschaltspiel der Fortunen. Sein Kollege, Trainerfuchs Friedhelm Funkel (64) will den Spitzenplatz nicht weiter verspielen und auf seine alten Tage nochmal in die Bundesliga aufsteigen.

Damit der FCH wenigstens in der 2. Liga verbleiben darf, muss er seine Fehler abstellen. Schmidt verschwendete unter der Woche allerdings nicht zu viel Zeit in der „Fehleranalyse“. Zwar prangerte er die Fehler auf der PK an „die auf dem Niveau schlichtweg nicht passieren dürfen“, so geschehen jüngst beim 1:3 in Nürnberg oder vielen anderen Spielen, erklärte zudem auch welcher Prozess vonstatten ging. „Der Müll muss weg“, umschrieb Schmidt. Es gelte: „Festplatte löschen.“ Der Coach habe „unheimlich viele Gespräche geführt“. Die bisher schwache Defensive darf halt nicht mehr (allzu oft) patzen, schließlich sind nur noch fünf Spiele zu gehen vom Relegationsplatz aus, man habe eine „komfortable Situation verspielt.“

Aber: Schmidt richtet „den Blick nach vorne“ und machte klar: „Ich glaube an meine Mannschaft.“ Wenn sie beim Abstiegskonkurrenten Braunschweig den „Arsch hoch“ kriegen wollen, muss der FCH Farbe bekennen.

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