Die Schrezheimer Weltmeisterinnen Saskia Barth (links), Sissi Schneider (rechts) und ihr Vereinstrainer Wolfgang Lutz (Mitte) be
Die Schrezheimer Weltmeisterinnen Saskia Barth (links), Sissi Schneider (rechts) und ihr Vereinstrainer Wolfgang Lutz (Mitte) beim Empfang am Schrezheimer Kloster. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Gold und Bronze bei der Weltmeisterschaft in Dettenheim - keine Frage, die beiden deutschen Kegel-Nationalmannschaften haben ein starkes Turnier gespielt. Grund genug für unseren Redakteur Sebastian van Eeck sich einmal mit dem Nationaltrainer der Herren Wolfgang Lutz zu unterhalten. Der ist gleichzeitig Trainer der Schrezheimer Bundesliga-Keglerinnen.

Herr Lutz, wie haben Sie die Strapazen der Weltmeisterschaft verdaut?

Ich bin schon wieder im Alltag angekommen und bin wieder am arbeiten. Wenn man allerdings Bronze gewinnt, dann kann man die Strapazen auch etwas leichter wegstecken.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Turnier?

Sehr zufrieden. Meine zwei Schrezheimer Schützlinge und auch meine Herren haben ein gutes Turnier gezeigt und können stolz auf ihre Leistungen sein.

Warum hat es bei den Männern nicht für das Finale gereicht?

Wir hatten etwas Pech bei der Auslosung. Serbien im Halbfinale, das war im Prinzip schon das vorgezogene Finale. Die Serben sind einfach die beste Mannschaft und wohl nur an einem Ausnahmetag zu schlagen.

Das heißt Sie können mit Bronze am Ende leben?

Natürlich wollten wir mehr. Wir sind als Vize-Weltmeister angetreten und wären schon gerne wieder ins Finale eingezogen. Doch die Serben haben eine Weltklasseleistung geboten. Wir sind aber auf jeden Fall mit der Medaille zufrieden.

Die Chance auf den Finaleinzug war aber da, oder?

Wir wussten vor dem Turnier, dass wir gut drauf sind und haben in der Vorbereitung gegen Serbien schon nur knapp mit 30 bis 40 Kegel verloren. Doch im Halbfinale haben die Serben mit neun Kegeln unter dem Weltrekord eine super Partie gezeigt und waren unter dem Strich einfach besser.

Mit Saskia Barth und Sissi Schneider haben Sie nun auch zwei Weltmeisterinnen aus Schrezheim. Wie bewerten Sie die Leistung der beiden?

Saskia ist mit den Bahnen nicht so zurecht gekommen, aber das kann immer mal passieren. Sissi kam dagegen besser klar und hat zum Schluss starke Leistungen gezeigt. Ich bin als Trainer auf jeden Fall mit beiden sehr zufrieden. Wenn man alleine schon unter den besten acht Spielerinnen in Deutschland ist und zu einer WM fahren darf, dann ist das schon alleine hervorragend.

Wie viel Kontakt hatten Sie während des Turniers?

Nicht wirklich viel. Auf dem Niveau ist da einfach keine Zeit.

Die WM war nicht das letzte große Turnier der Saison. Es wartet noch die Deutsche Meisterschaft?

Diese Meisterschaften sind definitiv falsch terminiert. Nach der Weltmeisterschaft als Höhepunkt, kann wahrlich keiner mehr erwarten, dass die Sportler dafür noch einen klaren Kopf haben. Ich habe mit meinen Spielerinnen noch nicht geprochen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere beiden Schrezheimer Damen bei diesen Meisterschaften dabei sein werden.

Was sind die Ziele für die neue Saison?

Wir waren in den vergangenen Jahren immer international dabei. In der nächsten Saison können wir uns aber auf die Bundesliga konzentrieren. Die anderen Mannschaften haben sich gut verstärkt. Ich denke wir werden uns am Ende im guten Mittelfeld platzieren.

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