HAKRO Merlins Crailsheim schaffen das Wunder

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 Applaus für den Klassenerhalt: Headcoach Tuomas Iisalo.
Applaus für den Klassenerhalt: Headcoach Tuomas Iisalo. (Foto: imago images)
Aalener Nachrichten

Merlins: Russell (19 Pkt), Madgen (15 Pkt), Turner (14 Pk/10 Ass), Herrera (12 Pkt), Wysocki (14 Pkt/6 Reb), Neumann (9 Pkt/7 Reb), Cuffee (3 Pkt), Gay (13 Pkt/ 3 Stl), Thompson (2 Reb).

Neun Tage nach der schmerzhaften Niederlage gegen Göttingen schafften die HAKRO Merlins Crailsheim das Wunder. Nach 40 Minuten couragierter Leistung siegten die Zauberer im „Home-Road-Game“ in Würzburg gegen die EWE Baskets Oldenburg. Nach dem umjubelten 99:87-Sieg schallte am Sonntagabend ein zweites, lauteres Mal ein Siegesschrei durch die s.Oliver Arena. Denn durch die zeitgleiche Niederlage von Bremerhaven in Weißenfels verließen die Crailsheimer die Abstiegsplätze und schafften zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Basketball-Bundesliga-Klassenerhalt.

„Es ist schwer, in dieser Situation Worte zu finden. Wir haben unmögliches möglich gemacht. Wir haben jedes bisschen Unterstützung der Fans gebraucht. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Unsere Jungs haben gezeigt, welchen Charakter sie haben, vor allem nach den schwierigen Zeiten dieser Saison. Ich bin froh für den Klub, die Fans und jedem der Anteil daran hat. Letztes Jahr habe ich gesagt wir können es nur zusammen schaffen und das ist der Grund für diesen magischen Tag“, erklärte Headcoach Tuomas Iisalo.

Marktplatz: Die HAKRO Merlins Crailsheim im Abstiegskampf
Der Sportliche Leiter der HAKRO Merlins Crailsheim, Ingo Enskat, über den Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga.

In seinem letzten Spiel sorgte Konrad Wysocki von der Dreierlinie für den ersten Höhepunkt. Die HAKRO Merlins starteten treffsicher und konnten mit 9:4 in Führung gehen. Doch die EWE Baskets waren ebenso fokussiert und gelangen nach 3:50 Minuten erstmals in Front. Mit 28:25 endeten die ersten zehn Minuten.

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zeigten sich die Zauberer konzentriert und blieben dank überragender Dreierquote vorn, konnten sich jedoch nicht absetzen, da die Oldenburger immer eine Antwort parat hatten. Weiterhin machte Mahalbasic der Crailsheimer Verteidigung das Leben unglaublich schwer und brachte sein Team auf 37:44. Bis zur Halbzeit kämpften sich die HAKRO Merlins auf 46:48 zurück und blieben so in Schlagdistanz.

Merlins endlich angekommen

Die Gäste kamen besser aus der Pause und erhöhten auf 51:61. Die Männer von Iisalo benötigten mehrere Minuten, um wieder halbwegs ihren Rhythmus zu finden. Nur von Down-Town wussten die Zauberer nun zu überzeugen. Nach etwa fünf Minuten schienen die HAKRO Merlins endlich in der zweiten Halbzeit angekommen zu sein und rückten bis auf 66:68 heran. Vor dem entscheidenden zehn Spielminuten ging es mit 72:74 in die letzte Pause.

Die Partie blieb auch im vierten Spielabschnitt hochspannend. Die Crailsheimer zeigten weiter einen couragierten Auftritt und glichen nach vier Minuten zum 79:79 aus. Beim Stand von 90:85 brachen die letzten 2:30 Minuten an und der Vorsprung wuchs auf 94:85 an. Bei 41,3 Sekunden auf der Uhr verwandelte Konrad Wysocki den vorentscheidenden Dreier zum 97:87.

In seinem letzten Spiel leistete Konrad Wysocki einen großen Beitrag zum Klassenerhalt und verabschiedet sich damit von der großen Basketball-Tribüne. „Ich freue mich einfach für alle Fans, die Spieler, die Coaches, unsere Unterstützer – das ist einer der schönsten Momente der Merlins-Geschichte, gerade mit diesem Herzschlagfinale am letzten Wochenende.

Zweimal hat die Mannschaft die Nerven behalten und es dann geschafft so eine Leistung abzurufen. Das zeugt von großem Charakter. Jetzt genießt alle den Moment, denn ab nächster Woche läuft auch schon wieder die Vorbereitung auf unser vierte Bundesligasaison“, erklärte Sportlicher Leiter Ingo Enskat.

Merlins: Russell (19 Pkt), Madgen (15 Pkt), Turner (14 Pk/10 Ass), Herrera (12 Pkt), Wysocki (14 Pkt/6 Reb), Neumann (9 Pkt/7 Reb), Cuffee (3 Pkt), Gay (13 Pkt/ 3 Stl), Thompson (2 Reb).

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