Grüne fordern Lüftungsgeräte für alle Klassenzimmer

 Luftfiltergeräte für alle Klassenzimmer aller städtischer Aalener Schulen fordert die Gemeinderatsfraktion der Grünen.
Luftfiltergeräte für alle Klassenzimmer aller städtischer Aalener Schulen fordert die Gemeinderatsfraktion der Grünen. (Foto: Archiv: Hauke-Christian Dittrich/dpa)
Aalener Nachrichten

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Aalener Gemeinderat hat bei der Stadtverwaltung den Antrag gestellt, bis zum Schulbeginn nach den Sommerferien Lüftungsgeräte für alle Klassenzimmer der städtischen Schulen zu beschaffen, die bislang weder über eine zentrale, dezentrale noch mobile sogenannte raumlufttechnische Anlage verfügen. Dies betrifft laut Grünen alle Klassenstufen, da in absehbarere Zeit keine wesentliche Impfquote auch bei Jugendlichen unter 18 zu erreichen sein werde.

Die Lüftungsgeräte sollen einen gefahrenminimierten Schulbetrieb in Präsenz und Vollbesetzung sicherstellen und zur Reduktion der Ansteckungs- und Infektionsgefahr durch das Coronavirus bei Kindern und Jugendlichen beitragen, so die Grünen. Für die Beschaffung soll die Stadt unverzüglich alle potenziellen Fördermittel von Bund und Land prüfen.

In ihrer Begründung des Antrags heißt es, die vergangenen eineinhalb Jahre unter Covid 19 hätten über sehr lange Phasen von Lockdown mit Homeschooling und Wechselunterricht bereits massive negative Spuren in Bildung und Entwicklung der Kinder und Jugendlichen hinterlassen. Deshalb müsse alles getan werden, um künftig eine erneute Einschränkung oder gar Unterbrechung eines regulären Präsenzunterrichts zu verhindern.

Mit größter Sorge, so die Grünen weiter, sehe man die Anfänge einer neuen, vierten Coronawelle mit der hochansteckenden Delta-Mutante kommen. Bei einer derartigen Welle im Herbst und Winter lasse sich mit AHA-Regeln und Lüften alleine das genannte Ziel nicht hinreichend sicherstellen. Darüber hinaus lasse sich bei der nötigen Lüftfrequenz bei entsprechender Witterung kein sinnvoller Unterricht mehr durchführen. „Wir müssen die maximal mögliche Vorsorge treffen“, so die Grünen. Trotz Förderung durch Land und Bund werde der bei der Stadt verbleibende Kostenanteil sicher hoch sein. Für die Fraktion habe diese Aufgabe unter dem Motto „Kinder first“ nun aber allererste Priorität und sei ohne Alternative, heißt es.

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