Großartiger Bigband-Jazz im Sancho

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Solist Jakob Lenke begeisterte das Publikum mit seiner Leidenschaft für das Saxofon und die Jazz-Musik.
Solist Jakob Lenke begeisterte das Publikum mit seiner Leidenschaft für das Saxofon und die Jazz-Musik. (Foto: Dorothea Halbig)
Dorothea Halbig

Insgesamt 25 Schüler des Kopernikus-Gymnasiums Wasseralfingen (KGW) haben am Freitagabend ins Sancho am Aalener Hauptbahnhof eingeladen. Unter der Leitung von Hans-Jörg Beiderwellen-Fuchs hatte die Big Band des KGW ein abendfüllendes Programm dabei.

„Wir geben unser Bestes“, sagte Musiklehrer Beiderwellen-Fuchs und blieb damit sehr bescheiden. Mit „Gonna Fly Now“ startete die Big Band mit einem Klassiker. Der „Rocky“-Titelsong wurde 1977 von Bill Conti komponiert. Schon bei diesem ersten Song war klar: Die KGW Big-Band kann ohne Probleme mit den erwachsenen Big Bands mithalten. Nur einmal in der Woche wird geprobt, der Rest muss purer Perfektionismus sein.

Mitreißende Kuhglocken

„I see skies of blue and clouds of white“, sang Solistin Annabelle Fuchs. Das Lied „What A Wonderful World“ wurde bis heute schon mehrfach interpretiert, hat aber bei dem amerikanischen Jazzmusiker Louis Armstrong seine Wurzeln. „Charleston“ kam aus Amerika der 20er-Jahre. Ben Wegel machte das mitreißende Stück mit den Kuhglocken zu einem wahren Highlight des Abends.

Nur das Beste vom Besten

Die Setlist der Big Band schien nur das Beste vom Besten zu enthalten. „Fever“ zum Beispiel, das viele vermutlich von Elvis Presley kennen. Hannah Rube sang den sinnlichen Text sehr authentisch. Oder „Copacabana“. Dass der Song neu im Repertoire ist, merkt man den Musikern der Big Band nicht an. Im Stück über Showgirl Lola stach das Saxofon-Solo von Jakob Lenke heraus.

Auch die Soul- und Funk-Band Earth, Wind and Fire wurde musikalisch vertreten. Sara Toprak begeisterte das Publikum mit ihrer wunderschönen, gut ausgebildeten Stimme und bekam viel Applaus für den Song „September“.

Als kleines Bonbon brachte Saxofonist Jakob Lenke sein außerschulisches Saxofon-Quartett mit und begleitete das Publikum somit weiterhin jazzig durch die Pause.

Im zweiten Teil ging es erstmal mit Chicagos „25 or 6 to 4“ in die rockige Richtung weiter. Natürlich durfte im zweiten Teil auch eine der erfolgreichsten Jazz-Bands der 70er- und 80er-Jahre nicht fehlen. Der Song „Birdland“ markierte die Spitze der Karriere der Formation Weather Report.

Das Konzept „Dinner & Jazz“ könnte sich Murat Onay vom Sancho auch mehrmals im Jahr vorstellen, und die Big Band des Wasseralfinger Kopernikus-Gymnasiums wäre da sicherlich auch dabei.

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