Grüne: Über Eintrittsgelder im Museum nachdenken

Lesedauer: 4 Min
 Bislang sind die Ausstellungen (im Bild die vielbesuchte Ausstellung „Unter Krokodilen“) kostenlos. Darüber sollte man reden, f
Bislang sind die Ausstellungen (im Bild die vielbesuchte Ausstellung „Unter Krokodilen“) kostenlos. Darüber sollte man reden, findet die Grünen-Fraktion im Gemeinderat. (Foto: Markus Lehmann)
Schwäbische Zeitung

Die Grünen-Fraktion findet, dass man über die Eintrittsgebühren in die Museumsgalerie im Wasseralfinger Bürgerhaus nachdenken sollte. Diese Idee hatten sie beim Schlussbericht des Rechnungsprüfungsamtes für das Jahr 2018 im Kultur,- Bildungs- Finanzausschuss geäußert. Der Jahresabschluss an sich stieß durchgehend auf positive Reaktionen. Allerdings sollte die Verwaltung zu einigen Punkten noch Stellung nehmen.

Von momentanen „goldenen Zeiten“ sprach Inge Birkhold (CDU). Allerdings sollte man angesichts der hervorragenden Zahlen und der Tatsache, dass Investitionen aus dem laufenden Betriebe finanziert werden können, nicht übermütig werden: „Wir müssen uns bei den Ausgaben disziplinieren.“ Birkhold hatte „nicht nachvollziehbare“ Vergaben von öffentlichen Aufträgen moniert und bittet um Prüfung. Für den Bereich Museum und Tourismus fordert sie ein Konzept, wie die Aalener Museumslandschaft künftig aussehen soll. Für den nächsten Ausschuss ist dieses kompakte Thema für Oberbürgermeister Thilo Rentschler aber noch nicht reif, das gehe nicht „Hoppla-Hopp“, im April könne man näher darauf eingehen.

Beim Thema Museum hakten die Grünen nach. Man müsse, so Thomas Battran über eine „Erhöhung der Eintrittsgelder“ in die Museumsgalerie in Wasseralfingen nachdenken. Hinweis: Bislang ist der Eintritt etwa Sonderausstellungen wie der nun eröffneten „Der stille Klang“ frei. Immerhin brauche man Personal, es gebe Nebenkosten und Heizungskosten.“ Dass man in für eine Ausstellung zahle, sei ganz normal, so Battran. Erhebe man keinen Eintritt, zahlten das eben die Bürger über die Steuergelder. Rentschler ließ klar durchblicken, dass er kein Freund dieser Idee ist. Für die Aalener Rathaus-Galerie (aktuelle Ausstellung „ SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster“) werde ja auch kein Eintrittsgeld erhoben, ebenso wenig wie für Ausstellungen des Aalener Kunstvereins in den Räumen des Alten Rathauses.

Einem Eintritt in die Wasseralfinger Museumsgalerie verwahrt sich auch Wasseralfingens Ortsvorsteherin. Bis auf eine Ausnahme im Jahr 2015 zahle die Stadt keinen Cent für die Galerie. Besucher spendeten aber Geld, und das fließe zu 100 Prozent in die Finanzierung des Sieger-Köder-Wegs. Und es sei ja auch so, dass viele Besucher des Wegs und der Galerie anschließend den Weg nach Aalen fänden. Das Problem ist offenbar, dass die Spenden nicht dem Rechnungsprüfungsamt gemeldet werden. Das wiederum soll nun geprüft werden.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen