„Gründergeist auf die Ostalb holen“

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Die Gewinner der „stAArt-UP!-Callenge“ mit Organisatoren und Sponsoren.
Die Gewinner der „stAArt-UP!-Callenge“ mit Organisatoren und Sponsoren. (Foto: Andrea Heidel)
Schwäbische Zeitung
Markus Lehrmann

Was braucht ein Gründer, der erfolgreich ein innovatives Start-Up-Unternehmen auf den Markt bringen will? „Mut, Leidenschaft, Fleiß und Durchhaltevermögen.“ Das sagte Marc Walter, Firmengründer und Geschäftsführer des erfolgreichen Unternehmens „CLICKCONCEPTS“ mit Sitz in Ellwangen vor der Preisverleihung des ersten hochschulweiten Gründerwettbewerbs. Über 104 kreative und innovative Ideen waren eingereicht worden.

An der Hochschule Aalen wurden jetzt die Gewinner der „stAArt-UP!-Callenge“ in vier Kategorien ausgezeichnet.

Es sei ein „neues Fundament“ und ein „neuer Geist“, der bei diesem Wettbewerb durch die Hochschule geweht sei, erklärte Jurymitglied Professor Frank Motte. Auch Hochschulrektor Professor Gerhard Schneider beschwor diesen Gründergeist, den man auf die Ostalb holen müsse – „wir brauchen diese Begeisterung für das Gründen“, erklärte er vor vielen Gästen in der Aula des Hörsaalgebäudes.

Geschäftsidee regelmäßig überdenken

Zwei erfolgreiche Gründer stellten sich vor. Zum Beispiel Marc Walter. Vor 20 Jahren studierte er Mechatronik an der Hochschule Aalen, arbeitete zunächst bei einem großen Automobilzulieferer. Das war ihm dann „zu träge, zu undynamisch“. Und so gründete er quasi aus dem Nichts und in den Pionierzeiten des Internets einen elektronischen Handel. Es gab Rückschläge, die geplatzte Dotcom-Blase, Amazon trat auf. „CLICKKONCEPTS“ ging seinen eigenen Weg – zum Beispiel mit eigenen, hochqualitativen Produkten die Online bestellt werden. Heute hat das Unternehmen in Ellwangen 40 Mitarbeiter, fünf eigene Marken, sieben Online-Shops und macht rund 15 Millionen Euro Außenumsatz pro Jahr. Was ganz wichtig bei einem Start-Up sei, rät Walter: Motivierte Mitarbeiter und die Geschäftsidee regelmäßig neu zu überdenken.

Die Gewinner in den vier Kategorien sind:

  • Preis Gründer-Oscar: Patrick Schenk und Daniel Schlechte mit „Lamour“: eine Single-Community-Application, die Dates mit coolen Aktivitäten verbindet.
  • Renditekönig: Stefan Maier mit „Mobitcar“: ein IT-Service auf vier Rädern – ein Bus mit Solarmodulen, Internet und eigener Werkstatt.
  • Freigeist: Hannes Balint, Julius Löbel, Max Schneckenburger, Nick Riemer mit „Cool hops“: ein Getränkekühler, der Bier innerhalb von vier Minuten von Zimmertemperatur auf optimale Trinktemperatur kühlen kann.
  • Lokalmatador: Nicolai Kroner mit „Autarke Ostalb“: ein Projekt, das nicht-genutzte Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen anmietet.

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