Geschenke für die Ältesten beim Seniorenehrentag

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 Ehrung der ältesten Teilnehmer beim Seniorenehrentag im Salvatorheim: Unser Bild zeigt sitzend von links Otto Raubacher, Josef
Ehrung der ältesten Teilnehmer beim Seniorenehrentag im Salvatorheim: Unser Bild zeigt sitzend von links Otto Raubacher, Josef Kieninger, Maria Rost und Ursula Raschke, dahinter Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, Hans-Christian Richter, Martin Kronberger, Diakon Michael Junge, Pater Mathew, Karin Fritscher und Wolfgang Fimpel. (Foto: Margot Gentner)
Johannes Müller

Seniorinnen und Senioren aus Aalens Kernstadt haben sich zum traditionellen Seniorenehrentag der katholischen Kirchengemeinden Sankt Maria und Salvator im Salvatorheim getroffen. Freiwillige Helferinnen aus den Gemeinden und dem Frauenbund brachten Kaffee und Kuchen und hatten die Tische liebevoll geschmückt.

Bei der Begrüßung ging Diakon Michael Junge auf das kirchliche Fest der Heimsuchung Mariens ein, das am Dienstag gefeiert wurde. Die Jungfrau Maria besuchte als Jüngere ihre Base Elisabeth. Beide sind schwanger und tauschen sich über die Erwählung Mariens als Mutter des göttlichen Kindes aus. „Begegnungen dienen dazu, sich Rat und Hilfe zu holen“, empfahl Junge denn auch den Senioren.

Mit fröhlichem Singen und Tanzen unterhielten die Kleinen der Kindertagesstätte im Greut die vielen Senioren.

Chor erfreut Besucher

Der neun Jahre alte Chor „Wertes Echtes“ unter Leitung von Monika Huber brachte ein buntes Liedprogramm, das von Martin Kronberger (Gitarre) und Monika Hirschle (Klavier) fortgesetzt wurde.

Wie jedes Jahr wurden auch die ältesten Besucher gesucht und von Pfarrer Wolfgang Sedlmeier vorgestellt und befragt. Rege und abwechslungsreich berichteten die beiden 94-jährigen Gemeindemitglieder aus ihrem Leben. Maria Rost stammt aus Bartholomä, wo sie ihre Kindheit verbrachte und 1942 im Krieg zum Luftnachrichtendienst eingezogen wurde. Zum Glück ging alles für sie gut vorüber. Seit 1947/48 lebt sie in Aalen.

Vertrieben und gefangen

Dramatischer verlief das Leben der gleichaltrigen Ursula Raschke. Aus der Niederlausitz stammend, besuchte sie fünf Jahre lang die Klosterschule in Schweidnitz und musste nach dem Krieg das Schicksal der Vertreibung aus ihrer Heimat erdulden. Stark vom Krieg gezeichnet verlief auch das Leben der beiden 91-jährigen Otto Raubacher und des zwei Tage jüngeren Josef Kieninger. Eingezogen mit 17 Jahren, geriet Raubacher am Kriegsende in amerikanische und dann in französische Kriegsgefangenschaft, wo er im Bergwerk arbeiten musste. Kieninger, eingezogen mit 16, verschlug es in russische Gefangenschaft zum Straßenbau in Charkow. Seine Schwester Maria trat als Ordensschwester Immaculata ins Kloster Kellenried ein.

Beschenkt mit Blumensträußen für die beiden Frauen und einem guten Tropfen für die beiden Männer gab es für alle Besucher noch neueste Bildinformationen von den Mitgliedern des Pastoralteams aus ihrer Klausurtagung in Paris.

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