Gemeinde informiert sich – Neubau startet

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Pfarrer Uwe Quast (links) und Architekt Steffen Kainzbauer zeigten am Modell die Vorzüge des Neubaus auf.
Pfarrer Uwe Quast (links) und Architekt Steffen Kainzbauer zeigten am Modell die Vorzüge des Neubaus auf. (Foto: Evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen)
Aalener Nachrichten

Seit einer Woche liegt die aufsichtsrechtliche Genehmigung des Oberkirchenrats in Stuttgart vor. „In Rekordzeit binnen vier Tagen“ habe das Gremium nach der Ausschreibung und Submission der Rohbaugewerke sein Plazet zum Neubau des Evangelischen Gemeindezentrums an der Karlstraße gegeben, betonte Pfarrer Uwe Quast bei der Gemeindeversammlung am Freitag in der Magdalenenkirche.

Knapp 70 Prozent der Vergabesumme sind bereits auf den Weg gebracht. „Der Kostenrahmen wird dabei eingehalten“, freute sich Quast bei der Vorstellung der Pläne. Gemeinsam mit Architekt Steffen Kainzbauer vom Büro Liebel Architekten und Mitgliedern des Kirchengemeinderats informierte er die Gemeinde über den Stand der Vorarbeiten. Wenn die Verträge mit den Baufirmen geschlossen sind, steht dem Baustart nichts mehr im Wege: Noch in diesem Jahr sollen die Baumaschinen anrollen, um mit dem 4,58 Millionen Euro schweren Projekt zu beginnen. Wann genau der Spatenstich erfolgt, ist noch nicht festgelegt. Gerechnet wird damit Ende November oder Anfang Dezember. Entstehen wird ein zweigeteiltes, zweigeschossiges Gebäude. Neben einem Gemeindesaal mit großzügigem Foyer werden dort eine Krippen- und zwei Kitagruppen für insgesamt 57 Kinder unterkommen.

Steffen Kainzbauer erläuterte anhand von Plänen und Ansichten die Nutzung des Gebäudes. Wichtig sei, dass das Ensemble aus bestehender Kirche und Altem Pfarrhaus sowie dem Neubau eine barrierefreie Platzgestaltung möglich mache, die einen geschützten Raum für Begegnungen schafft und die verschiedenen Gruppen der Gemeinde verbinde. „Ein gelungener Entwurf“, urteilte Pfarrer Quast über den Entwurf, der mit Fachplanern der Landeskirche, dem Bauausschuss der Gemeinde und dem Vesperkirchen-Team eng abgestimmt wurde.

Kirchenpflegerin Christiane Burkhardt erläuterte die Finanzierung des Projekts. Mit 1,9 Millionen Euro beteiligt sich die Stadt Aalen, 500 000 Euro kommen von der Landeskirche, weitere 229 000 Euro steuert der Kirchenbezirk bei. Rund 1,47 Milionen Euro bringt die Kirchengemeinde bereits selbst durch Rücklagen und den Verkauf des Kindergarten Arche Noah und des Geländes in der Bismarckstraße mit dem Kindergarten Regenbogen und dem bisherigen Gemeindehaus auf. „440 000 Euro – rund 10 Prozent der Gesamtsumme – sind noch aufzubringen. Davon sind 300 000 Euro Kredit veranschlagt“, sagte sie. Der Rest soll aus dem laufenden Betrieb sowie über Spenden finanziert werden.

„Wir haben uns eine Spendensumme von 120 000 Euro vorgenommen. Wir wollen die Kreditsumme so niedrig wie möglich halten“, informierte Niko Quarticelli vom Fundraising-Ausschuss der Gemeinde. Man wolle möglichst viel Luft haben, wenn nach der Fertigstellung des Neubaus im 1. Quartal 2022 das Alte Pfarrhaus sowie die Magdalenenkirche selbst renoviert werden. „Wir wollen jedoch nicht nur Geld einsammeln, sondern Gemeinschaft unter den Gliedern der Gemeinde kreieren“, sagte er. Mit vielen verschiedenartigen Aktionen während der Bauphase soll das gelingen.

Dazu beitragen, dass das Gemeinschaftsgefühl in der Gemeinde gestärkt wird, soll eine Broschüre. „Sie informiert alle Gemeindeglieder zum Advent über das große Projekt, mit dem die Gemeinde sich weiterentwickelt“, erläuterte Sascha Kurz, Mitglied des Kirchengemeinderats.

Es schlossen sich Fragen zur Raumgestaltung, der Parkplatzsituation und den Finanzierungen der Renovierung von Altem Pfarrhaus und Kirche an. In kleinen Gruppen wurden am Architektur-Modell weitere Aspekte erörtert. Die Zugänge zur Küche und dem Gemeindesaal sowie die Ausgänge der Kita zum Garten konnten aufgezeigt werden. „Wenn der Neubau abgeschlossen ist, wird mit der Renovierung des Alten Pfarrhauses begonnen. Danach erfolgt die Innensanierung der Magdalenenkirche. Die Kosten für diese beiden Maßnahmen sind in der dargelegten Finanzierungsübersicht nicht enthalten“, stellte Quast klar. Gute Nachrichten hatte er bezüglich der Parkplätze: Von Freitagnachmittag bis einschließlich sonntags können Gottesdienstbesucher während der Bauzeit die Parkplätze der benachbarten Firma Strobel benutzen.

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