„Gelungene Innenentwicklung“: Dewangens Neue Mitte ist eröffnet

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Freier Mitarbeiter

Großer Festtag in „Welland-City“: Dewangens „Neue Mitte“ ist jetzt ganz offiziell eröffnet, eingeweiht und das erste Mal mit einem Fest und Marschmusik „bespielt“ worden. „Webster-Platz“ heißt der neue Dorfplatz und Treffpunkt beim Wohn- und Geschäftshaus mit dem im Oktober eröffneten genossenschaftlichen WellandMarkt.

Dabei waren viele Bürger, Vertreter der Kommunal- und Landespolitik und die Staatssekretärin für den ländlichen Raum Friedlinde Gurr-Hirsch. Was hier entstanden ist, nannte Gurr-Hirsch ein „Musterbeispiel“ für eine gelungene Innenentwicklung und dafür, wie man die Lebensqualität und das Miteinander der Bürger stärken kann.

Richtig schmuck ist der neue Platz, die „Neue Mitte Dewangen“ geworden: Park- und Festplatz, Ladesäule für E-Autos und als Reminiszenz an die Tradition der gusseiserne Brunnen, der früher beim alten Rathaus stand und im Bauhof eingemottet war.

Jetzt sprudelt er wieder und trägt die Inschriften Dewangen, Reichenbach, Bernhardsdorf, Rodamsdörfle und einige der Höfe. Alle hätten nicht draufgepasst. Aalens Oberbügermeister hatte in einer Halbtagestour im Oldtimer-Panoramabus „Sonja“ einige Höfe, Vereine, eine Imkerei und eine Mosterei besucht.

Staatssektretärin beklagt Gasthaussterben

Thilo Rentschler hatte unter anderem an die Planungsgeschichte der „Neuen Mitte“ und an das Engagement der Dewanger für den Genossenschaftsladen erinnert. Und er erinnerte an den Landeszuschuss für den Laden (rund 51 000 Euro) und für den Platz (115 000 Euro). Alles, was das Land in Aalen investiere, sei gut investiertes Geld.

Das bestätigte die Staatssekretärin dann auch ohne Umschweife in ihrer beredt-humorigen Art: „Euch ka ma a Geld gäba, ihr machat was draus.“ Sie war übrigens 1976 württembergische und 1976 / 1977 sogar deutsche Weinkönigin. Sie erzählte, wie sich der – anwesende – Landtagsabgeordnete Winfried Mack für die Förderung in Dewangen eingesetzt hatte, und kam auch auf die Entwicklung im ländlichen Raum und auf das Gasthaussterben im Land zu sprechen.

Ein neues Aushängeschild für Dewangen

Das sei sehr schade, weil sie auch Orte der Begegnung seien und hier müsse man gegensteuern – „nicht mit Subventionen, sondern mit Aufträgen“. Gurr-Hirsch hatte unter anderem im Vereinsheim der Dewanger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins bei einer Informationsveranstaltung Werbung für den Dorfladen gemacht.

Für Dewangens Ortsvorsteher ist jetzt ein lange ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen. Jetzt habe, so Eberhard Stark, Dewangen ein „neues Aushängeschild“ erhalten: „Hier ist ein Treffpunkt entstanden, der nicht nur von der ganzen Gemeinde gewollt wurde, sondern der allen, Jungen wie Alten, Familien wie Singles, Einheimischen wie nur kurz Verweilenden, viel zu bieten hat.“ Gerade in kleineren Orten und auf dem Land gehöre es zur Lebensqualität, attraktive Treffpunkte zu besitzen beziehungsweise anzubieten.

Zur Eröffnung hatte der Musikverein (Leitung Hans Waibel) unter anderem den Marsch „Abel Tasman“ aufgespielt. Geweiht beziehungsweise gesegnet wurde nach der Enthüllung des Straßenschilds „Webster-Platz“ durch die Pfarrer Andreas Frosztega und Wolfgang Gokenbach.

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