Bereits seit Mitte Januar dürfen die Pächter ihre Kleingärten am Erzweg nach dem Stolleneinbruch nicht mehr betreten. Jetzt will
Bereits seit Mitte Januar dürfen die Pächter ihre Kleingärten am Erzweg nach dem Stolleneinbruch nicht mehr betreten. Jetzt will (Foto: Markus Lehmann)
Aalener Nachrichten

Nach dem Stolleneinbruch in der Kleingartenanlage Erzweg sollen die Gartenfreunde Wasseralfingen umziehen. Die Stadt will – sofern der Verein in Gänze zu einem solchen Neustart bereit ist – gemeinsam mit ihnen einen Suchlauf starten, wo sie ein neues Domizil erhalten könnten. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Vertretern des Vereins und Oberbürgermeister Thilo Rentschler. Bis auf Weiteres müssen die Mitglieder für ihre Gärten keine Pacht mehr bezahlen.

„Die Stadt tut alles, was möglich ist, um den Gartenfreunden auch in Zukunft eine Heimat in Wasseralfingen zu ermöglichen“, sagte Rentschler laut einer Pressemitteilung der Stadt bei dem Gespräch. An erster Stelle aber müsse man jetzt die Sicherheit für die Bürger gewährleisten. In einem sechs Punkte umfassenden Handlungsplan legte er die Vorgehensweise der Stadt und der beteiligten Bundes- und Landesbehörden dar. Nach allen vorliegenden Informationen, aus Gutachten und den geotechnischen Untersuchungen der letzten Wochen müsse man davon ausgehen, dass man Ersatzflächen für die Erzweg-Anlage finden müsse, fasste er das Ergebnis der bisherigen Experten-Analysen zusammen.

Das ist vorgesehen

Langfristig ist angedacht, dass die Stadt das Areal der bisherigen Kleingartenanlage als ökologische Ausgleichsfläche für andere Bauvorhaben nutzt.

Klaus Otto, der Präsident des Landesverbandes der Kleingärtner, lobte das Angebot der Stadt und auch die bisherigen Sicherungsmaßnahmen. „Sie sind nicht der erste Verein, dem ein Umzug aufgrund besonderer Vorkommnisse bevorsteht. Sie haben jedoch die Zusage der vollen Unterstützung der Stadt Aalen“, mahnte er die Wasseralfinger, auf das Angebot der Stadt einzugehen. Auch die Vereinsvertreter zeigten sich aufgeschlossen gegenüber den Plänen und Vorschlägen. „Es liegt in unserem Interesse, gemeinsam mit der Stadt zu einer Lösung zu kommen“, sagte Vereinsmitglied Manuela Körner und appellierte an die anwesenden Mitglieder der Gartenfreunde, das städtische Angebot einer Ersatzfläche zu akzeptieren. „Wir sollten die Ärmel hochkrempeln und weitermachen. Ich vertraue auf die Unterstützung der Stadt“, so Körner.

Auch juristisch aufarbeiten

Zu dem Gespräch im Rathaus waren rund 70 Pächter, der komplette Vorstand der Gartenfreunde, der Präsident des Landesverbandes sowie der Rechtsanwalt der Gartenfreunde, Ralf Bernd Herden, gekommen. Die Stadt will nun gemeinsam mit allen beteiligten Bundes- und Landesbehörden sowie Institutionen auch die komplexe juristische Seite des Einbruchs in den sogenannten Alfing-Stollen aufzuarbeiten. Bis auf Weiteres bleibt die Gartenanlage gesperrt, der Erzweg darf weiterhin nur mit Fahrzeugen unter 7,5 Tonnen Gewicht befahren werden.

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