Fußball-Kreisliga A: Nur nicht in Sicherheit wiegen

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 Abtsgmünd ist im Derby gefordert.
Abtsgmünd ist im Derby gefordert. (Foto: Peter Schlipf)
Nico Schoch

Die klassische Rollenverteilung von Favorit und Außenseiter besteht in der Fußball-Kreisliga A nur auf dem Papier. Zu dicht liegen die Mannschaften in der Tabelle beieinander, als dass sich die ambitionierten Kräfte eine Negativserie leisten können. Lediglich der souveräne Klassenprimus aus Schwabsberg-Buch kann dank seines Polsters weitestgehend ohne Druck aufspielen.

Kreisliga A I: Während sich für Hohenstadt/Untergröningen (15./14 Punkte) die Rückkehr aus der Winterpause kurzfristig um eine weitere Woche verschoben hat, nutzte Essingen II (12./17) am vergangenen Sonntag die Gunst der Stunde und verbesserte seine Ausgangslage durch den Heimerfolg gegen Böbingen. Bei Waldstetten II (13./16) erwartet die Verbandsliga-Reserve nun ein Sechs Punkte-Spiel, im Erfolgsfall winkt zumindest ein kleiner Vorsprung auf die Abstiegsränge. Diese schleunigst verlassen möchte die SGM, die gegen Klassenprimus TSV Großdeinbach (15./14) allerdings eine Herkulesaufgabe bewältigen muss.

Kreisliga A II: Nach dreieinhalb Monaten spielfreier Zeit greift der Herbstmeister wieder aktiv ins Geschehen ein. Am vergangenen Wochenende – als witterungsbedingt ohnehin nur fünf von acht Partien ausgetragen wurden – musste Schwabsberg-Buch (1./41) noch aussetzen und steigt nun mit einem Heimspiel gegen den SV Ebnat (15./14) ins Fußballjahr 2019 ein. Gelingt es den Rainauern, auch nach der Winterpause an ihre bislang gezeigte Souveränität anzuknüpfen, könnte die Meisterfrage schnell entschieden sein. Die Konkurrenten im Rennen um den Aufstieg sind bereits mit beinahe zehn Punkten ins Hintertreffen geraten. Der VfB Tannhausen (2./34), der vor dem Jahreswechsel vier Siege nacheinander bejubelte, will seine Serie beim VfB Ellenberg (17./13) verlängern. Die Sportfreunde Dorfmerkingen II (3./32) fahren zum SV DJK Stödtlen (12./20), der seit nunmehr sechs Ligaspielen auf einen Dreier wartet. Zeitgleich begrüßt Hüttlingen (4./32) Abtsgmünd (11./23) zum Kochertal-Derby – zwar ebenfalls als Favorit auf dem Papier, doch Überheblichkeit ist in dieser ausgeglichenen Spielklasse fehl am Platze. Ein richtungsweisendes, direktes Duell liefern sich der SV Pfahlheim (6./27) und der SV Kerkingen (5./31), an dessen Ende nur der Sieger weiterhin auf den Aufstieg hoffen darf. Im Tabellenkeller ist der FC Schloßberg (16./14) durch die jüngste 1:4-Pleite in Kerkingen auf den vorletzten Rang abgerutscht, doch die Situation ist angesichts von nur drei Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz keinesfalls hoffnungslos.

Dort rangiert der TSV Westhausen (13./17), der sich vor seinem Gastspiel bei der SGM Union Wasseralfingen (8./26) aber keinesfalls in Sicherheit wiegen darf. Für Schloßberg kommt das prestigeträchtige Stadtderby vielleicht gerade zum richtigen Zeitpunkt, um die Trendwende herbeizuführen. Allerdings hat es Gastgeber TV Bopfingen (10./25) geschafft, seine vor der Hinrunde aufsteigende Form über den Winter zu konservieren. Zuletzt gab es einen 5:2-Erfolg gegen Ebnat. Und wer weiß, was noch möglich ist: In der vergangenen Saison war der TVB als bestes Rückrundenteam noch bis auf den dritten Rang vormarschiert– und aktuell ist der Abstand zur Abstiegszone (11 Punkte) sogar knapp größer als der Rückstand auf Relegationsplatz zwei (neun Punkte). Gleiches gilt für den gleichauf liegenden SSV Aalen (9./25), der an diesem Sonntag allerdings spielfrei aussetzen muss.

Leicht verbessert hat sich die Ausgangslage für Adelmannsfelden (14./14) um den Klassenverbleib. Dem amtierenden Vizemeister reichte zuletzt ein 2:2-Remis gegen Schlusslicht Ellenberg, um den Relegationsrang einzunehmen. Um weiter Boden gut zu machen, bedarf es nun eines Erfolgserlebnisses gegen Eigenzell (7./27). Der Neuling befindet sich derzeit in der Krise: Sieben Ligaspiele in Folge ohne Sieg, wurde die DJK vom ersten auf den siebten Rang durchgereicht. Setzt sich diese Talfahrt fort, könnte Eigenzell in den kommenden Wochen möglicherweise der Abstiegszone noch einmal bedrohlich nahe kommen.

Kreisliga A III: Die SGM Königsbronn/Oberkochen (8./23) hat sich in gesicherte Gefilde vorgearbeitet und ein klares Ziel vor Augen: Beim Schlusslicht TSV Niederstotzingen (16./11) soll der vierte Folge gelingen.

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