Forsell steht noch auf der Kippe

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Ob Petteri Forsell bald regelmäßig das Aalener Trikot tragen darf, steht derzeit noch in den Sternen. (Foto: Peter Schlipf)
Schwäbische Zeitung
Timo Lämmerhirt
Sportredakteur/DigitAalen

Fußball-Zweitligist VfR Aalen ist nun seit einer Woche wieder im Training. Am vergangenen Freitag gewann der Tabellenzwölfte gegen den Drittligisten VfB Stuttgart mit 2:1 (2:0) und zeigte teilweise eine gute Frühform.

Der finanzielle Rahmen des Klubs ist nach wie vor eng bemessen und doch könnte sich noch ein neuer Spieler dem Verein anschließen. Der derzeit vereinslose Finne Petteri Forsell trainiert derzeit bei der Mannschaft von Stefan Ruthenbeck mit und bereitete gegen die Stuttgarter auch gleich ein Tor vor. Dennoch ist Ruthenbeck skeptisch, was eine Verpflichtung angeht. „Fußballerisch hat Petteri Anlagen, um uns zu helfen, hat aber keinen guten Fitnesszustand. Er ist auch nicht der klassische Sprintertyp. Da müssen wir schauen, ob das zu uns passt“, sagt Ruthenbeck. Zumal die Zeit bis zum Start der restlichen 15 Spiele (7. Februar) recht kurz ist.

Spielerisch überzeugt

„Wir müssen uns nun überlegen, wie viel Zeit wir benötigen, um ihn im athletischen Bereich dahin zu bekommen, dass er uns hilft. Wenn das jetzt sechs Wochen dauert, sind schon drei Spiele gespielt, da wird es dann schwierig, nochmal in die Mannschaft reinzukommen“, so Aalens Übungsleiter. Die spielerischen Fähigkeiten seien beim 23-Jährigen allerdings vorhanden, betonte Ruthenbeck. Auch ist noch nicht abschließend geklärt, ob der Finne mit ins Trainingslager fliegt. Wenn Forsell nicht mitflöge, wäre ein Transfer vom Tisch. Gleichzeitig betont Ruthenbeck auch, dass ein Mitfliegen ebenfalls nicht gleichbedeutend mit einer Verpflichtung sei. Es wäre nur ein längerer Zeitraum, in dem sich Forsell nochmals aufdrängen könnte. Ruthenbeck beschäftigt in diesem Kontext ebenfalls die Frage, ob er Spieler wie Michael Klauß, Enrico Valentini oder Robert Lechleiter, die allesamt die Außenbahnen im Mittelfeld bekleiden können, für Forsell draußen lassen würde oder er Forsell für diese Akteure einwechseln würde.

Am Dienstag fliegt der VfR ins Trainingslager nach Belek in die Türkei. „Im Ausdauerbereich sind wir schon sehr weit. Wir haben in der Pause noch dazugewonnen, die Spieler sind schon auf einem sehr guten Niveau, das hat uns der Laktattest gezeigt. Es ist besser als im Sommer, es ist sogar das beste Niveau, was ich hier gesehen habe“, sagt der VfR-Trainer. Das heißt für den Kölner, dass er mit seiner Mannschaft relativ schnell im taktischen Bereich arbeiten kann, was dann der Vorbereitung auf das erste Spiel gegen den FC Erzgebirge Aue nur zuträglich ist. Für Ruthenbeck sind es vier Phasen, an denen er mit seiner Mannschaft arbeiten möchte: Eigener Ballbesitz, das Spiel gegen den Ball, das Umschalten nach Ballverlust und das Pressing. „An diesen vier Phasen feilen wir immer“, so Ruthenbeck. Vor allem Takuma Abe scheint gewillt, sich wieder auf Ruthenbecks Zettel zu spielen. „Er hat im Vergleich zum Sommer einen viel besseren Laktatwert. Im Sommer habe ich ihn dafür angezählt. Jetzt ist er auf einem Niveau, wie ich mir das vorgestellt habe", sagt Ruthenbeck.

Somit könnte am Ende vielleicht ein Spieler, der schon unter Vertrag steht, noch zum Neuzugang avancieren.

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