Firmen suchen kräftig Mitarbeiter

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 Der Arbeitsmarkt in der Region Ostwürttemberg entwickelt sich insgesamt weiterhin positiv.
Der Arbeitsmarkt in der Region Ostwürttemberg entwickelt sich insgesamt weiterhin positiv. (Foto: Imago-images)
Aalener Nachrichten

Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten ist in Ostwürttemberg im Juni um 60 auf nunmehr 7290 Personen gesunken. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief damit etwas positiver als im Land. Hier reduzierte sie sich lediglich um 0,6 Prozent.

Wermutstropfen dabei: Gegenüber dem Vorjahr hat die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Aalen aber um 223 oder 3,2 Prozent zugenommen. Im Land war im gleichen Zeitraum nur ein Anstieg von 1,4 Prozent zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg stagnierte im Juni trotz des leichten Rückgangs an Arbeitslosen bei 2,9 Prozent. Im Land hingegen sank die Quote um 0,1 Prozentpunkt auf 3,0 Prozent.

Dabei ist die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat in beiden Kreisen leicht zurückgegangen. 4676 Arbeitslose waren Ende Juni im Ostalbkreis registriert. Dies waren 31 Personen weniger als im Mai. Die Quote sank um 0,1 Prozentpunkt auf nunmehr 2,6 Prozent. In Heidenheim waren 2614 Arbeitslose gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 29 Personen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,6 Prozent.

„Positiv festzustellen ist, dass alle Personenkreise am aktuellen Arbeitsmarkt profitieren konnten,“ bewertet Agentur-Chef Elmar Zillert. Ein besonderes Augenmerk legt er auf die Gruppe der Arbeitslosen über 50 Jahre. Ihre Zahl sank um 60 auf nunmehr 2800 Personen. Im Mai hatte diese Personengruppe noch um 2,2 Prozent zugelegt – deutlich stärker als im Land. Umso erfreulicher sei nun dieser Rückgang. Er fiel mit minus 2,1 Prozent auch mehr als doppelt so hoch aus wie im Landesdurchschnitt (minus 0,9 Prozent).

Zahl der älteren Arbeitslosen sinkt

Auch im Vorjahresvergleich sank die Zahl der älteren Arbeitslosen um 1,4 Prozent, während sie im Land unverändert blieb. „Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen,“ so Zillert weiter, „dass der Anteil der Älteren an allen Arbeitslosen in Ostwürttemberg im Juni bei 38,4 Prozent und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von 35,2 Prozent liegt. Deshalb werden wir die Vermittlungsbemühungen für diese Arbeitslosen noch weiter intensivieren.“

Erfreuliches gibt es auch bei der Gruppe der Langzeitarbeitslosen zu vermelden. Das sind Personen, die bereits über ein Jahr arbeitslos gemeldet sind. Ihre Zahl ging im Berichtsmonat Juni um 1,9 Prozent zurück. Vor einem Jahr waren in Ostwürttemberg noch 14,3 Prozent mehr Personen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Der Rückgang bei dieser Personengruppe fiel damit sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich kräftiger aus als in Baden-Württemberg. Hier gingen die Zahlen im Juni um 1,1 und Vorjahresvergleich nur um 10,4 Prozent zurück. Ende Juni waren in Ostwürttemberg 1935 Personen als Langzeitarbeitslose gemeldet.

3802 Arbeitslose – das ist einer mehr als im Vormonat – werden im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Alg I) von den Dienststellen der Arbeitsagentur in Ostwürttemberg betreut. In den Jobcentern waren im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) zum Ende des Berichtsmonats 3488 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 61 Personen weniger als im Mai.

Lager und Verkehr als Spitzenreiter

Trotz einzelner dunkler Wolken am Arbeitsmarkt bewegt sich die Nachfrage nach Arbeitskräften auf einem hohen Niveau. So wurden der Agentur und den Jobcentern im Juni 1395 zu besetzende neue Stellen neu zur Besetzung gemeldet. Das ist der höchste Juni-Wert der letzten sechs Jahre. Spitzenreiter bei den neuen Vermittlungsaufträgen ist der Bereich Lager und Verkehr mit 216 Stellen, gefolgt von Büro und Handel mit 158 neuen Angeboten. Insgesamt standen den Vermittlungs- und Beratungsfachkräften 5614 Stellenangebote im Juni zur Besetzung zur Verfügung.

Dynamik auf demAusbildungsmarkt

Auf dem Ausbildungsmarkt setzt sich die Entwicklung der letzten Monate und Jahre mit steigender Dynamik fort. 4088 Ausbildungsstellen wurden der Berufsberatung bis Ende Juni gemeldet. Das sind 369 Ausbildungsplätze oder 9,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Betriebe der Region unterstreichen damit weiterhin ihre sehr hohe Ausbildungsbereitschaft. Demgegenüber haben sich 2584 Bewerber um einen Ausbildungsplatz gemeldet. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 154 Bewerber oder 5,6 Prozent. Auf jeden Bewerber kommen im Agenturbezirk wie auch schon im Vormonat rechnerisch 1,6 zu besetzende Ausbildungsstellen.

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