FCH: Erste Niederlage weil das Tor fehlt

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Nikola Dovedan (l.) schmiss sich gegen Darmstadt rein – der Gegner war am Ende aber überlegen.
Nikola Dovedan (l.) schmiss sich gegen Darmstadt rein – der Gegner war am Ende aber überlegen. (Foto: Imago)
Sportredakteur/DigitAalen

FCH: Müller – Busch, Mainka, Theuerkauf, Steurer – Schnatterer, Andrich, Griesbeck (74. P. Schmidt), Thiel (65. Lankford) – Dovedan – Glatzel (46. Pusch).

Darmstadt: Heuer Fernandes – Höhn, Franke, Sulu, Holland – Heller (90. Kamavuaka), Kempe, Mehlem (75. Wurtz), Medojevic, Jones (89. Rieder) – Dursun.

Tore: 0:1 Franke (11.). Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma). Zuschauer: 10350.

Dirk Schuster merkte hinterher zutreffend an, dass der Gegner seine Mannschaft durchaus gefordert hatte. „Heidenheim hat uns alles abverlangt“, erklärte der Trainer. Diese Heidenheimer versuchten viel, doch kassierten sie gegen Schusters SV Darmstadt 98 ihre erste Niederlage in dieser Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. „Eine bittere Niederlage“, befand FCH-Verteidiger Norman Theuerkauf nach dem 0:1 (0:1) in der heimischen Voith-Arena am Sonntag.

Die zwangsläufig umformierte Defensive mit Theuerkauf erst in der Mitte und dann links stand gut – doch die Darmstädter noch besser. Sie stellte ein Bollwerk dar, an dem sich der FCH bis zum Ende aufrieb in einem wie erwartet intensiven, Zweikampf geprägten Zweitliga-Spiel. Schon früh rannte die Mannschaft von FCH-Trainer Frank Schmidt einem Rückstand hinterher, begünstigt durch ihren Schlussmann. Kevin Müller klatschte eine Flanke von Tobias Kempe nach vorne statt zur Seite ab, Marcel Franke schob den Ball unter die Latte. „Klar muss ich den besser abwehren“, gestand der Torwart nach seinem 100. Zweitliga-Spiel ein. Dieser Müller war es aber nach einer guten Stunde, der einen Kopfball von Joevin Jones mit einer Glanzparade abwehrte – der zweiten guten Chance für die Gäste.

Die meisten Möglichkeiten hatte die Gastgeber, schon in Durchgang eins durch Oliver Steurer, Maximilian Thiel und Nikola Dovedan. Letzterer war auch der Mann, der die größte Gefahr entfachte. Es hätte wohl mehrere Dovedans gebraucht – der quirlige, ballsichere Offensivmann spielte in dem wenigen Raum der sich ihm bot stark auf, kam nur zu selten in Abschlusspositionen. „In der Offensive haben wir es nicht gut genug ausgespielt“, analysierte Schmidt, der sich „mehr Ruhe“ und „mehr Klarheit“ gewünscht hätte.

Andrich kann ihn machen

Ein Kopfball von Robert Andrich nach einem Eckball von Marc Schnatterer war eine klare Aktion – und sorgte noch einmal für ein lauteres Raunen unter den 10350 Zuschauern. „Den muss ich machen“, ärgerte sich Andrich – der Ball landete zu Beginn der Schlussphase knapp neben dem Tor. Und dann fünf Minuten vor dem Abpfiff der Schuss von Patrick Schmidt im Strafraum – doch wieder wehrte der starke Darmstädter Torhüter Daniel Heuer Fernandez ab. „Das Quentchen Glück, das wir in Dresden hatten, hat uns gefehlt“, resümierte dessen Kollege Müller. Nach dem ersten Sieg in der Liga in der Vorwoche ging es nun in die andere Richtung.

FCH: Müller – Busch, Mainka, Theuerkauf, Steurer – Schnatterer, Andrich, Griesbeck (74. P. Schmidt), Thiel (65. Lankford) – Dovedan – Glatzel (46. Pusch).

Darmstadt: Heuer Fernandes – Höhn, Franke, Sulu, Holland – Heller (90. Kamavuaka), Kempe, Mehlem (75. Wurtz), Medojevic, Jones (89. Rieder) – Dursun.

Tore: 0:1 Franke (11.). Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma). Zuschauer: 10350.

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