Faustball-EM – ein „beispielloser“ Kraftakt

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 Die Faustball-Abteilung des TSV Adelmannsfelden hatte im Sommer die Faustball-EM nach Adelmannsfelden geholt. Sie wurde am Sonn
Die Faustball-Abteilung des TSV Adelmannsfelden hatte im Sommer die Faustball-EM nach Adelmannsfelden geholt. Sie wurde am Sonntagmorgen bei der Ehrungsfeier des Turngaus Ostwürttemberg für dieses „beispiellose“ Engagement ausgezeichnet. (Foto: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Zehn Einzelsportler, drei Mannschaften und verdiente Mitarbeiter hat der Turngau Ostwürttemberg am Sonntag beim Gastgeber, dem TSV Wasseralfingen, geehrt. Eine der drei geehrten Mannschaften ist die Faustballabteilung des TSV Adelmannsfelden: Sie holte die Faustball-Europameisterschaft in die 1700-Einwohner-Gemeinde. Für den Vorsitzenden des Turngaus, Karlheinz Rößler, ist dieser organisatorische Kraftakt schlicht „beispiellos“.

Mit dem Finale Deutschland gegen die Schweiz war das Duell bei der Faustball-EM in Adelmannsfelden fast ein „Dauerbrenner“ – Deutschland gewann 4:0. Dass ein Verein in eine Gemeinde wie Adelmannsfelden eine „leibhaftige Europameisterschaft“ mit zehn Nationen holt, ist für Rößler eine ganz besonders außergewöhnliche Leistung. Eine marode Straße war zur EM saniert worden, Breitband wurde für die Sportpresse installiert, eine Arena für 2000 Besucher und ein Campingplatz aufgebaut. Mehr als 600 ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz. Die EM in Adelmannsfelden war für Rößler auch der Beweis, dass Faustball kein Altherrensport, sondern „hochathletischer, spektakulärer Spitzensport“ ist.

Der erste TSV-Vorsitzende Karl-Heinz Vandrey hatte vor allem auf die Fusion des TSV und des MTV und der DJK zur „Aalener Sportallianz“ geblickt, über die kommende Woche die Vereinsmitglieder in außerordentlichen Mitgliederversammlungen entscheiden werden. Fast vier Jahre intensiver Arbeit zum Verschmelzungsprozess würden nun hinter den Ehrenamtlichen liegen, um einen modernen Großverein zu schaffen, der gut für die Zukunft aufgestellt ist. Ziel ist auch das erste Sportvereinszentrum in Aalen für den neuen Verein mit seinen dann rund 3200 Mitgliedern.

Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam hatte auf die große Bedeutung des Sports in Aalen hingewiesen. Mehr als ein Drittel der Einwohner seien in einem der 90 Sportvereine. Sport sei nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Gesellschaft. Sie erinnerte an das Landeskinderturnfest mit rund 5000 Teilnehmern und 750 ehrenamtlichen Helfern im Einsatz – das sei vorbildlich. Dank ihnen sei dieses Event zu einem vollen Erfolg geworden.

Geehrt wurden bei der Feier:

Mannschaften: OK Faustball Adelmannsfelden (TSV), Brennballmannschaft TGV Horn, SV Dischingen (Sportakrobatikgruppe „Defying Gravity“).

Einzelpersonen: Nico Scholz (FV Sontheim), Verena Ofner (TV Wetzgau), Anja Schadhauser (Heidenheimer SB), Michael Krassowizkiy (TSV Horn), Tanja Bosch (TSG Schnaitheim), Ingrid Struzina (TV Bargau), Pia Barth (TSGV Waldstetten), Karin Rechtenbacher (FC Röhlingen), Ulrike Welsch (TG Hofen), Angelika Tucek (TSV Wasseralfingen).

Mit dem Wanderpreis „Gläserner Turner“ wurde Willi Beisswanger vom TV Lindach ausgezeichnet.

Turngau-Ehrungen: Kerstin Bickel (DTB Bronze), Günther Wildner (TG Ehrenbrief), Paul Schneider (DTB Silber-Ehrenbrief), Petra Weber (DTB Silber-Ehrenbrief).

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