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Fülle der Natur als spontane Empfindung

Lesedauer: 4 Min
Monika Hoffer mit einem ihrer Bilder, „Einsam in den Bergen“. Die Ausstellung „Was wie Wolken und Dunst an den Augen vorbeizieht
Monika Hoffer mit einem ihrer Bilder, „Einsam in den Bergen“. Die Ausstellung „Was wie Wolken und Dunst an den Augen vorbeizieht“ ist jetzt im Landratsamt zu sehen. (Foto: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Bis 21. Dezember sind die Arbeiten von Monika Hoffer im Foyer der Landkreisverwaltung in der Stuttgarter Straße 41 zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

„Erfüllung in der Fülle der Natur“ steht unter einem Bild von Monika Hoffer, deren traditionelle chinesische Tuschemalereien und Kalligraphien jetzt im Landratsamt in der Ausstellung „Was wie Wolken und Dunst an den Augen vorüberzieht“ zu sehen sind.

Und das passt bestens auch zu den anderen 47 eindrucksvollen Werken, die so eigentümlich und kontemplativ wirken, dass man gerne länger vor ihnen verharrt. Nicht die Abbildung der Natur steht hier im Vordergrund. Es ist die spontane Empfindung, die der Blick auf einen Bergrücken im Nebel oder auf eine Orchideenblüte im ersten Licht auslöst. Und die vereinigt sich bei der Künstlerin in einer tiefen Symbolsprache. Diese Kunst unterscheidet sich in einem wesentlich von der westlichen: In ihr spielt die Meditation im Entstehungsprozesse eine zentrale Rolle.

„Auf dem Huangshan“ (Tusche auf Papier) ist eines dieser Bilder, die man beispielhaft für Hoffers Arbeit nennen könnte. Oder das atmosphärendichte Bild „Zwiesprache auf dem Huangshan“, in dem dieses meditative Element besonders deutlich heraustritt. Schwarz-weiß dominiert in fast allen Bildern, nur hin und wieder schimmern rote Pflaumenblüten durch, das wirkt in etwa so wie wenn ein Werk eines alten Meisters nachträglich koloriert wurde. Sanft tanzen Bambusblätter wie Vögel, die „Siegel“ wirken wie große historische Briefmarken aus dem Reich der Mitte.

Die Künstlerin malt nicht nur Botschaften und teilt ihre Empfindungen mit, wie Klaus W. Hälbig in seiner Einführungsrede ausführte. Sie schreibt sie oft auch dazu. Wie beispielsweise „Die Kiefer hat nur ein Leben von hundert Jahren. Die Winde blüht nur einen Tag. Und doch haben beide ihr Schicksal erfüllt.“ Und sie schafft es, Sehnsüchte zu wecken. Gerne wäre man dabei gewesen bei dieser Vollmondnacht über dem Bambus oder auf diesem nebelumfangenen Gipfel. So schafft sie es, die aufs Papier gebrachte Empfindung mit dem Betrachter zu teilen.

Seit 25 Jahren beschäftigt sich Hoffer mit der chinesischen Kunst und Philosophie. Landrat Klaus Pavel zeigte sich bei der Vernissage sehr beeindruckt, wie komplett und intensiv sie sich in diese andere Kultur und in diese „etwas andere Kunst“ eingearbeitet hat. Mit ihrer Kunst öffne sie auch den Zugang und das Verständnis in die chinesische Kultur in den Zeiten einer immer weiter fortschreitenden Globalisierung. Eröffnet wurde die Ausstellung mit passenden Klängen der Musikerin Zhou Yi auf einer Art chinesischen Zither.

Bis 21. Dezember sind die Arbeiten von Monika Hoffer im Foyer der Landkreisverwaltung in der Stuttgarter Straße 41 zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

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