Essingen verschenkt den Sieg

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 War bedient: Beniamino Molinari.
War bedient: Beniamino Molinari. (Foto: Schlipf)
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TSV: Le Gallo – Müller, Gurrionero, Dodontsakis, Knecht – Biebl, Funk – Nierichlo (81. Hegen), Weiß (44. Ibrahim), Herbaly (58. Groiß) – Rakic (58. C. Dayan).

Fußball-Verbandsligist TSV Essingen hat sich am vierten Spieltag 3:3 von der TSG Tübingen getrennt. Dabei hatte die Mannschaft von Beniamino Molinari jedoch schon 3:1 bei der TSG geführt, sich den Sieg aber noch aus der Hand reißen lassen.

Die ersten zehn Minuten waren geprägt von zahlreichen kleineren Foulspielen, Spielfluss kam kaum auf. Die erste Chance resultierte aus einem Fehler von Stergios Dodontsakis. So kam es zum Schuss von Christopher Hollnberger, den Ewan Le Gallo im Tor der Essinger jedoch entschärfen konnte (18.). Dieser Hollnberger war es auch, der die nächste nennenswerte Offensivaktion hatte. Er setzte sich gleich gegen mehrere Essinger durch und kam aus rund 16 Metern zum Abschluss. Le Gallo war erneut zur Stelle, klärte zur Ecke (25.). Diese hatte es dann in sich. Der zweite Ball landete bei Noah Dörre, dessen Kopfball nur knapp am Tor vorbeisauste. Das, was sich andeutete, sollte schließlich auch passieren. Nach einem Einwurf in Höhe des Sechzehners klärte Essingen zunächst per Kopf, doch diesen Ball nahm Tübingens Lars Lack volley aus der Luft und versenkte ihn zum 1:0 (29.).

Erste Chance des TSV

Die erste Chance des TSV resultierte aus einem Freistoß des TSV. Felix Nierichlo fand José Gurrionero, dessen Kopfball knapp am Tor vorbeiflog (38.).

Diese Chance aber hatte die Gäste aufgeweckt. Ein sehenswerter langer Ball landete bei Tamas Herbaly, der den Ball am herauseilenden Torwart vorbeispitzelte und ins leere Tor einschieben konnte (41.). Nur zwei Minuten später flankte Nierichlo von der rechten Seite und fand in der Mitte den jungen Adnan Rakic, der zum 2:1 einschieben konnte – das Spiel war innerhalb von zwei Minuten gedreht.

In der zweiten Halbzeit schien dann vollends alles in die Essinger Richtung zu laufen. Bereits in der 49. Minute sah Magnus Haas Gelb-Rot. Und für die TSG sollte es noch schlimmer kommen. Eine Minute später fand wieder ein Freistoß von Nierichlo den Kopf von Gurrionero. Diesen parierte Tübingens Schlussmann zwar noch, doch Jermain Jones staubte ab zum 3:1 für die Gäste (50.). Das war es, hätte man meinen können – das war es aber längst noch nicht. Vor allem deswegen nicht, weil sich zehn Tübinger nicht aufgaben. In der 64. Minute kombinierten sich die Gastgeber durch die Essinger Reihen, bis Tim Zajonz abschließen konnte, doch Le Gallo parierte gut.

In der 67. Minute wäre Kilian Müller fast unfreiwillig ein Traumtor gelungen. Als er einen Ball klärte, schlug er das Leder weit raus – und nur hauchdünn rauschte der Ball über das Tübinger Gehäuse. Drei Minuten später kam Niklas Groiß nach einem Konter am Sechzehner zum Abschluss, doch es parierte der TSG-Schlussmann.

Le Gallo hält

Spätestens, allerspätestens, als Le Gallo im Tor gleich dreimal hervorragend parieren konnte, drei Schüsse der Tübinger Offensivabteilung deswegen nicht den Weg ins Tor fanden (80.), dachte wohl jeder, dass dieser Auswärtserfolg eingetütet sei. Weit gefehlt. Nach einer Ecke war Pirmin Glück mit dem Kopf zur Stelle und verkürzte auf 2:3 (85.).

Und natürlich sollte es noch bitterer kommen für die Molinari-Elf. Und die TSG probierte es nach demselben Schema: Wieder Ecke, wieder Kopfball, diesmal traf allerdings der eingewechselte Dominik Schramm (90.) – es stand tatsächlich 3:3. Hängende Köpfe beim TSV, Jubel natürlich bei den Tübingern nach dem Schlusspfiff.

TSV: Le Gallo – Müller, Gurrionero, Dodontsakis, Knecht – Biebl, Funk – Nierichlo (81. Hegen), Weiß (44. Ibrahim), Herbaly (58. Groiß) – Rakic (58. C. Dayan).

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