Essingen holt Patrick Funk

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 Patrick Funk, hier noch im VfR-Trikot, beendet seine Profikarriere.
Patrick Funk, hier noch im VfR-Trikot, beendet seine Profikarriere. (Foto: imago images)
tsve

Fußball-Verbandsligist TSV Essingen hat nun Gewissheit: Niklas Weissenberger legt eine Fußballpause ein. Das Loch, was Weissenberger auf der Sechserposition hinterlässt, ist riesig. Um so mehr freuen sich die Verantwortlichen des TSV, Patrick Schiehlen und Lars Eisenmann, dass sie dieses Loch adäquat ersetzen konnten. Vom Drittligaabsteiger VfR Aalen schließt sich Patrick Funk den Mannen aus dem Schönbrunnenstadion an. „Wir sind froh, dass wir Patrick Funk vom TSV, unserem Konzept und unserer Neuausrichtung überzeugen konnten. Nach der Bekanntgabe von Niklas waren wir auf dieser Position zum Handeln gezwungen, schließlich ist die Sechserposition schon eine Schlüsselposition bei uns. Das ist nun eine überragende Sache“, freut sich Schiehlen über den Neuzugang. Funk selbst hatte in einem Telefonat mit Eisenmann am Samstag sein Okay für den Wechsel gegeben.

„Mein erster Ansprechpartner war ganz klar der VfR Aalen. Ich konnte mir durchaus vorstellen, den Weg in die Regionalliga mitzugehen. Ich hatte auch sehr gute und offene Gespräche mit den Verantwortlichen. Es war aber für beide Seiten nicht realisierbar, jedoch verständnisvoll“, erklärt Funk seinen Abgang vom VfR. „Ich habe gegenüber meiner Familie eine Verantwortung, genauso wie die Verantwortlichen dem Verein gegenüber. Ich habe mich jetzt nach vielen Gesprächen mit meiner Frau und Familie dazu entschlossen, meine Profilaufbahn zu beenden“, sagt der Aalener, für den das Schönbrunnenstadion ein Katzensprung ist.

Funk hat einen Großteil seiner Jugend beim VfB Stuttgart verbracht, kehrte nach zwei Jahren FC St. Pauli noch einmal zurück zum VfB, ehe er beim SV Wehen Wiesbaden für vier Jahre als Profi aktiv war. Von dort ging der Weg zuletzt zum VfR. Der ehemalige U-21-Nationalspieler freut sich nun auf seinen neuen Lebensabschnitt. Seine Frau macht derzeit eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin und Funk selbst strebt die Lehrerlaufbahn an, hat sich hier schon allerhand Informationen von seinem alten Kumpel Andreas Hofmann geholt, der ebenfalls lange Profi beim VfR Aalen gewesen ist. „Meine Frau hat sich in den vergangenen Jahren stets nach mir gerichtet. Mit unserer kleinen Tochter haben sich unsere Prioritäten verschoben und wir möchten sie nicht mehr aus ihrem vertrauten Umfeld herausreißen“, so Funk.

Der Abstieg mit dem VfR zuletzt habe ihm schon ordentlich zugesetzt, wie er nun nach einigen Monaten zugibt. „Absteigen ist hart, das ist kein gutes Gefühl“, sagt Funk. Der 29-Jährige ist Realist: „Mir war immer bewusst, dass der Profifußball endlich ist und das Leben nach der Karriere in einer anderen Form weitergeht. Deswegen freue ich mich jetzt auf den neuen Lebensabschnitt. Dazu möchte ich Spaß am Fußball haben mit einem super Trainer“, so die Vorschusslorbeeren des Mittelfeldspielers an die Adresse von TSV-Trainer Beniamino Molinari. Beide haben sich im Vorfeld ebenfalls getroffen und liegen auf einer Wellenlänge.

Derweil ist die Kaderplanung beim TSV noch nicht abgeschlossen, Schiehlen und Eisenmann befinden sich noch in finalen Gesprächen mit einigen potenziellen Kandidaten. Frank Sigle verstärkt die beiden ab dem 1. Juli dann auch offiziell. Eine Schlüsselposition allerdings konnte nun gefüllt werden.

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