Benjamin Schiele und Dorfmerkingen kommen in der Rückrunde nicht richtig auf die Beine.
Benjamin Schiele und Dorfmerkingen kommen in der Rückrunde nicht richtig auf die Beine. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Eigentlich befinden sie sich noch immer in einer ausgesprochen guten Situation. Die Sportfreunde Dorfmerkingen rangieren als Aufsteiger auf dem ersten Tabellenplatz der Fußball-Verbandsliga, vor allem dank einer hervorragenden Hinrunde. In der Rückrunde läuft es noch nicht so rund bei den Kickern vom Härtsfeld, doch Trainer Helmut Dietterle rüttelt nicht am Saisonziel. „Wir wollen unter den ersten fünf Mannschaften bleiben und mal schauen was dabei herauskommt“, sagte der Trainerfuchs - nach der jüngsten 0:3-Niederlage gegen 1. FC Normannia Gmünd.

Dietterle lässt sich von der bitteren Pleite im Ostalb-Derby gegen den Verfolger nicht aus der Ruhe bringen. Für ihn gibt es im deutschen Fußball nur eine Übermannschaft: den Dauer-Meister FC Bayern München. Bei den Sportfreunden dagegen ist die Rückserie noch nicht meisterlich, die Bilanz durchschnittlich mit zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen.

Doch der Coach kann, wie etwa im Lokal-Duell, nicht seine Wunschelf bringen. „Wir haben richtig viel Probleme“, erklärt Dietterle. Verletzungen wie von von Simon Vesel, Christian Scherer, Carl Murphy oder Philipp Schiele und Trainingsrückstände lassen sich auch bei einem Spitzenreiter nicht kaschieren. Routinier Hansjörg Mack musste reaktiviert werden. Die anderen Spieler mühen sich, doch insgesamt wirken die Sportfreunde derzeit nicht richtig eingespielt.

Noch alles im grünen Bereich

„Verschiedene Jungs können nicht richtig viel trainieren“, merkt der Trainer an. „Die Fitness ist nicht bei 100 Prozent“, fügt Dietterle hinzu. So reicht es auch in der Verbandsliga nicht, vor allem nicht im Spitzenkampf. Da Dietterle aber ohnehin noch nicht vom Durchmarsch in der Oberliga redet, ist im Härtsfeld aber alles noch im grünen Bereich.

Seine Spieler sind jedoch ambitioniert. Torwart Christian Zech wurmte die Niederlage vor vielen Zuschauern, im eigenen Stadion, besonders. Und auch wenn der Tabellenerste noch in der komfortablen Lage ist, das Feld der Top-Mannschaften wie Hollenbach, Gmünd und der zweite starke Aufsteiger Tübingen - von vorne anzuführen, mit vier Punkten Vorsprung auf den Zweiten, warnt Zech: „Jetzt wird es gefährlich.“ Dorfmerkingen droht seine ausgesprochen gute Position einzubüßen.

Die Aufgaben werden in den neun noch verbleibenden Spielen nicht leichter. Als nächstes steigt wieder ein Derby, gegen einen angeschlagenen TSV Essingen, der am Samstag zeitgleich zur Dorfmerkinger Niederlage Prügel in Form von Toren beim FC Wangen kassiert hat - 0:8! 0:8? Als Zech davon hörte, schaute er erst ungläubig, stellte daraufhin aber treffend fest: „Da treffen zwei Opfer aufeinander.“

Dietterle appeliert vor dem Aufeinandertreffen in Essingen an seine Mannschaft. Es brauche jetzt Teamgeist und eine gute Einstellung. Der hat die Sportfreude eigentlich schon weit gebracht.

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