Es darf weiter geerntet werden

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 Die Freude bei den Initiatoren ist groß: Mit Kräutern neu bepflanzt und mit einem Vogelhäuschen ausgestattet, startet das Proje
Die Freude bei den Initiatoren ist groß: Mit Kräutern neu bepflanzt und mit einem Vogelhäuschen ausgestattet, startet das Projekt „Urban Gardening“ in die Wintersaison. (Foto: Verena Schiegl)
Redakteurin/DigitAalen

Die Aktion „Urban Gardening“ ist in die Wintersaison gestartet. Die im Sommer mit Obst und Gemüse bepflanzten Hochbeete im Östlichen Stadtgraben wurden jetzt von Mitarbeitern der Stadtgärtnerei mit verschiedenen Kräutern bestückt. Aufgehübscht wurden sie zusätzlich mit Vögelhäuschen, die Kinder der katholischen Kindergärten bemalten. Für Bürgermeister Wolfgang Steidle ist die Anfang Mai ins Leben gerufene Idee einer „essbaren Stadt“ ein Impulsprojekt für die künftige Entwicklung im Östlichen Stadtgraben.

„Für die Innenstadtentwicklung braucht man einen langen Atem“, sagte Steidle bei einem Vor-Ort-Termin am Freitagmorgen . Doch die Stadt Aalen sei auf einem guten Weg. Steidle erinnerte unter anderem an das Ostertag-Gelände, das Union-Areal, das Stadtoval oder die Maiergasse in Wasseralfingen. Auch der Östliche Stadtgraben habe Potenzial. Allerdings seien die Möglichkeiten der Stadt aufgrund der Privatgrundstücke begrenzt.

Das Gemeinschaftsprojekt „Urban Gardening“ der Stadt Aalen, des Innenstadtvereins Aalen City aktiv und der katholischen Betriebsseelsorge, das Anfang Mai gestartet ist, soll Farbe und Leben ins Quartier bringen, Orte der Begegnung schaffen und dazu beitragen, dass der Östliche Stadtgraben wieder in den Blick der Bürger als wichtiger Teil der Innenstadt rückt, sagte Stadtplanerin Ingrid Stoll-Haderer. Darüber hinaus trage das Projekt dazu bei, ein Zeichen für einen grünen Freiraum, Artenschutz und gesunde Ernährung zu setzen.

Das Angebot der „essbaren Stadt“ sei den Sommer über sehr gut angenommen worden, sagte der Betriebsseelsorge Rolf Siedler. Zahlreiche Bürger hätten fleißig Obst, Gemüse und Kräuter geerntet. Ein Paradies seien die Hochbeete auch für Insekten gewesen. Besonders froh sei er auch darüber, dass es keinen Vandalismus gegeben habe.

Für Siedler sei das „Urban Gardening“ im Östlichen Stadtgraben nur der Anfang. Ziel müsse sei, in der ganzen Stadt für mehr Grün zu sorgen. Für Nachschub in Form von Hochbeeten, die Langzeitarbeitslose gebaut haben, sei gesorgt, denn die Nachfrage nach diesen sei groß. Etliche Bestellungen von Kindergärten und Schulen seien bereits eingegangen, die diese bemalen möchten.

Als eine tolle Aktion im Östlichen Stadtgraben, die die dortige Aufenthaltsqualität erhöhe, bezeichnete Citymanager Reinhard Skusa das Projekt. Das könne Amazon nicht bieten, sagte er und sprach damit die Konkurrenz des Onlinehandels an, dem die Stadt mit Aktionen wie dieser den Kampf angesagt habe.

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