Erzweg-Gartenanlage: OB hofft auf Unterstützung

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Mit 204 000 Euro wird die Stadt die Gartenfreunde Wasseralfingen wegen der Schließung der Kleingartenanlage Erzweg nach dem Sto
Mit 204 000 Euro wird die Stadt die Gartenfreunde Wasseralfingen wegen der Schließung der Kleingartenanlage Erzweg nach dem Stolleneinbruch im Januar 2015 entschädigen. (Foto: Markus Lehmann)

Mit 204000 Euro wird die Stadt die Gartenfreunde Wasseralfingen wegen der Schließung der Kleingartenanlage Erzweg nach dem Stolleneinbruch im Januar 2015 entschädigen. Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler hofft, dass sich auch Bund, Land und Alfing an den entstehenden Kosten beteiligen. Indes steht immer noch die Stellungnahme des Bergbauamts aus.

Wie am Freitag berichtet, hat der Gemeinderat dem Antrag Rentschlers und der Verwaltung zugestimmt, dem Verein als Vorleistung eine Entschädigung in Höhe von 204000 Euro zu zahlen. Die werden dann an die 54 Pächter ausgezahlt werden.

Damit ist aber nur ein Teil der Schäden gedeckt. Zwar sei das Land bei einer Beteiligung „fein raus“ wegen der abgelaufenen Verjährungsfrist, für Rentschler wäre es aber „schön, wenn auch das Land sich zuständig fühlt“. Immerhin sei damals das Land auch bei der Genehmigung der Erzweg-Anlage zuständig gewesen. Laut Angaben der Stadt hat der Bund, zuständig für die Beseitigung einer aktuellen Gefahr, die von diesem Grundstück ausgehen könnte, seit 1947 umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro in die Stollen investiert. Unter anderem für Beton/Zementauffüllungen. Für den Ersatz des massiv gebauten Vereinsheims und des unterkellerten Gerätelagerhauses (beide Gebäude stehen höchstwahrscheinlich direkt über einem Stollengang), die Ersatzfläche, deren Aufbereitung und den Umzug fallen weitere Kosten an. Wer für die aufkommt, ist noch ungeklärt. Namentlich wollte Rentschler die neue Ersatzfläche (wir berichteten) vor dem Notartermin mit den Eigentümern nicht nennen.

Eventuell noch in diesem oder im kommenden Jahr soll die Ersatzfläche „angebaut“ werden, etwa 20 Gärtner wollen mit umziehen, andere haben sich woanders eine Parzelle gepachtet oder haben aufgegeben. „Der Oberbürgermeister hat immer Wort gehalten“, erklärte Walther Körner, der erste Vorsitzende der Gartenfreunde, es habe „sehr gute Gespräche“ gegeben. Auch Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam sieht die Sache nun auf einem „guten Weg“, man sei auf der „Zielgeraden“.

Was immer noch fehlt, ist eine Stellungnahme des Bergbauamts in Freiburg, „wir warten jeden Tag darauf, uns wurde versprochen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schon vorliegen müsste“, sagt Oberbürgermeister Rentschler.

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