Erstes deutschsprachiges Pecha-Kucha-Treffen

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Thomas Maile, Organisator des ersten deutschsprachigen Pecha-Kucha-Treffens, referiert in Tokyo über die Stadt Aalen.
Thomas Maile, Organisator des ersten deutschsprachigen Pecha-Kucha-Treffens, referiert in Tokyo über die Stadt Aalen. (Foto: Michael Holmes)
Aalener Nachrichten

Pecha Kucha ist eine einfache Präsentationsform, bei der 20 Slides (Folien) für jeweils 20 Sekunden zu sehen sind. Knapp, prägnant und präzise sollen die Vorträge sein. Die zwölf Vortragenden können über ein Thema ihrer Wahl referieren. Definitiv ist aber, dass jede Folie automatisch nach 20 Sekunden wechselt und die Redezeit nach 400 Sekunden vorbei ist. Das erste deutschsprachige Treffen der Pecha-Kucha-Organisatoren findet vom 18. bis 20. November im Alten Postamt in Aalen statt. Höhepunkt ist die Pecha-Kucha-Night am Samstag, 19. November, um 20.20 Uhr im Alten Postamt. Das Besondere daran ist, dass die Erfinder und Gründer der Pecha-Kucha-Idee, das Architektenduo aus Japan Astrid Klein und Mark Dytham, persönlich aus Tokyo anreisen und teilnehmen werden.

Bei Aalens und gleichzeitig Deutschlands erstem Pecha-Kucha-„Huddle“ (zu deutsch: Haufen) treffen sich Pecha-Kucha-Anhänger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hauptorganisator ist Thomas Maile, Polizeibeamter beim Polizeipräsidium Aalen.

Die Kunst der präzisen Präsentation

Hinter der Idee zu Pecha Kucha, was aus dem Japanischen kommt und übersetzt so viel wie „Stimmengewirr“ oder „wirres Geplapper“ bedeutet, steckte anfangs eine ganz simple Idee: lange und zu voll geladene Präsentationen übersichtlich und kurz zu machen. Außerdem sollten Designer und Kreativschaffende mit den kurzen Vorträgen eine gemeinsame Plattform bekommen, um sich gegenseitig ihre Arbeit vorstellen zu können. Das Grundprinzip lautet: Mache es so einfach wie möglich. Texte auf den Folien sucht man zudem vergebens.

Mittlerweile finden in über 900 Städten weltweit regelmäßig so genannte Pecha-Kucha-Nights statt. Seit 2015 treffen sich Organisatoren aus der ganzen Welt in der Gründerstadt Tokyo einmal jährlich zu einem internationalen Austausch. Schon zweimal war Aalen mit einem Vortrag in der japanischen Hauptstadt vertreten. Thomas Maile, als Aalens Botschafter in der Millionenmetropole, hat Menschen aus 20 Nationen kennengelernt und dabei viele Freunde gewonnen.

In Aalen gibt es bereits seit 2009 Pecha-Kucha-Nights. Während in den meisten Pecha-Kucha-Cities die Themen auf Architektur und Design beschränkt sind, sehen die Aalener Pecha-Kucha-Macher die Veranstaltung mehr als Speaker’s Corner: Jeder kann über alles reden. Viermal jährlich tragen in Aalen zwölf Referenten vor, was ihnen wichtig ist und was sie den bis zu 300 Besuchern unbedingt einmal sagen wollten. Es wird grundsätzlich kein Eintritt verlangt und niemand erhält ein Honorar.

Die Pecha-Kucha-Night am nächsten Samstag mit zwölf Referenten wird umrahmt von der Band „We Are“. Der Erste Bürgermeister der Stadt Aalen, Wolfgang Steidle, ist der erste „Presentador“. Das Meeting wird am Sonntag mit einem gemeinsamen Frühstück beendet.

Für Rückfragen steht Thomas Maile unter 0177/3573599 zur Verfügung.

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