Erste Frau erhält den Karl-Kessler-Preis

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 Das Bild zeigt von links Eberhard Funk, Geschäftsführer der Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH, Konrad Grimm, Geschäftsführer
Das Bild zeigt von links Eberhard Funk, Geschäftsführer der Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH, Konrad Grimm, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Alfing Kessler, die Preisträgerin Michaela Fuchs, Peter Fischer, Gesellschafter der Alfing-Firmen, und Thomas Koch, Geschäftsführer der Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Mit Michaela Fuchs aus Ellwangen-Eigenzell hat in 35 Jahren zum ersten Mal eine Frau den von den Alfing-Firmen verliehenen Karl-Kessler-Preis für ihre herausragende Masterarbeit im Studiengang Produktentwicklung und Fertigung an der Hochschule Aalen erhalten. Bei der Preisverleihung in den Räumen der Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH in Wasseralfingen ist die außergewöhnliche Kompetenz der Maschinenbauabsolventin besonders gelobt worden.

Geschäftsführer Thomas Koch begrüßte die rund 30 Gäste und ging auf das Leben und Wirken von Karl Kessler ein. Als Dreißigjähriger habe dieser 1911 in Wasseralfingen die Maschinenfabrik Alfing als Start-up gegründet. Der nach ihm benannte Preis solle junge Leute dazu ermuntern, in den Ingenieurwissenschaften außergewöhnliche Leistungen zu zeigen.

Die diesjährige Preisträgerin Michaela Fuchs habe mit ihrer Masterarbeit zum Thema „Aufbau eines Fahrzeugsimulationstools zur Analyse innovativer Getriebe für Sonderfahrzeuge“ den Preis zweifellos verdient.

Der betreuende Professor Burkhard Alpers hob hervor, dass die Preisträgerin sehr selbstständig gearbeitet habe. Er lobte ihre hohe Kompetenz in Informatik und ihr technisches Verständnis. Bei der Entwicklung des Simulationstools komme es vor allem auf die richtige Modellierung und auf die passgenaue Motorsteuerung an. Die untersuchten stufenlosen Getriebe hätten ein großes Potenzial sowohl im Hinblick auf schnelles als auch auf energiesparendes Fahren bei Sonderfahrzeugen. Bei den angewendeten automatisierten Berechnungen spiele die Digitalisierung eine große Rolle.

Wie zu erfahren war, ist die Masterarbeit von Michaela Fuchs an der Hochschule Aalen mit der Note 1,0 bewertet worden und hat auch die Jury des Karl-Kessler-Preises voll überzeugt. Der Rektor der Hochschule Aalen, Professor Gerhard Schneider, meinte, es sei sehr wichtig, dass herausragende Ingenieurleistungen auch an die Öffentlichkeit getragen würden. Mit der Verleihung des Karl-Kessler-Preises ist für Michaela Fuchs eine Bildungsreise nach Kanada, Shanghai oder Chicago verbunden.

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