Erst kicken, dann kaufen: 1. FC Heidenheim übernimmt Stadion für zwei Millionen Euro

Lesedauer: 3 Min
 Holger Sanwald (FCH Vorstandsvorsitzender, v. l.), Florian Dreier (FCH Vorstand Marketing und Vertrieb), Gerrit Floruß (FCH Ber
Holger Sanwald (FCH Vorstandsvorsitzender, v. l.), Florian Dreier (FCH Vorstand Marketing und Vertrieb), Gerrit Floruß (FCH Bereichsleiter Finanzen), Petra Saretz (FCH Bereichsleiterin Organisation), Nina Hosch (Notarin), Bernhard Ilg (Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim) und Swen Profendiener (Geschäftsbereichsleiter Liegenschaften der Stadt Heidenheim) nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags. (Foto: FCH)
Sportredakteur/DigitAalen
Aalener Nachrichten

Nach dem irren, epischen Pokalabend bleibt der Fußball-Zweitligist 1. FC Heidenheim seiner Linie treu – und investiert in Steine statt Beine. Der FCH erwirbt für zwei Millionen Euro die Voith-Arena von der Stadt Heidenheim. Einnahmen aus dem DFB-Pokalviertelfinal-Aus beim FC Bayern München (4:5) werden damit zukunftsorientiert investiert.

Nachdem der Heidenheimer Gemeinderat am 19. Juli des vergangenen Jahres, mit deutlicher Mehrheit, dem Verkauf der Voith-Arena zum Preis von zwei Millionen Euro bereits zugestimmt hatte, ist nun der Kaufvertrag unterzeichnet worden. Eigentümer der Voith-Arena, mitsamt der fünf Trainingsplätze und den Parkplätzen, ist damit künftig nicht mehr die Stadt, sondern der 1. FC Heidenheim 1846.

Nach dem Gemeinderatsbeschluss war zunächst die gesamte zum Verkauf stehende Fläche nochmals im Detail vermessen worden. Außerdem musste die Finanzierung der Kaufsumme von zwei Millionen Euro festgelegt werden. Diese bringt der FCH über ein sogenanntes Schuldscheindarlehen, gegeben von institutionellen Anlegern, ein. Die Kosten für den Erwerb der Voith-Arena und den Unterhalt müssen vom FCH zusätzlich zum Gesamt-Etat von rund 26 Millionen Euro finanziert werden.

Eine faire Lösung für beide Seiten

„Wir freuen uns, dass wir den Kauf der Voith-Arena, durch die Unterzeichnung des Kaufvertrags, nun erfolgreich abschließen konnten. Aus unserer Sicht stellt dieser Kauf zum Preis von zwei Millionen Euro eine faire Lösung für beide Seiten dar.

Mit dem Kauf und der Auflösung der Pachtverträge nehmen wir der Stadt als bisheriger Eigentümerin erhebliche jährliche Belastungen ab, die auf Grund der langfristigen Pachtverträge ansonsten aufzubringen wären.

Damit ist uns gemeinsam eine deutlichere Trennung zwischen dem Profifußball und den kommunalen Aufgaben der Stadt gelungen“, erklärt Holger Sanwald, FCH Vorstandsvorsitzender und fügt hinzu: „Auf der anderen Seite können wir als 1. FC Heidenheim 1846 bei künftigen Investitionen in die Voith-Arena eigenständiger agieren und sind damit auch wirtschaftlich nachhaltiger aufgestellt.“

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen