Ergebnis ist keine Makulatur mehr

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Max Melzer und die TSG II spielen gegen Gmünd.
Max Melzer und die TSG II spielen gegen Gmünd. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen
Timo Lämmerhirt
Sportredakteur/DigitAalen

Die Ergebnisse in der Vorbereitung haben noch nicht zu Jubelsprüngen veranlasst. Doch sind die Ergebnisse Makulatur, wenn es in den Pflichtspielen funktioniert. So auch beim Fußball-Oberligisten Normannia Gmünd, der am Samstag beim Neu-Bezirksligisten TSG Hofherrnweiler-Unterrombach II in der ersten Pokalrunde antreten wird (Samstag, 16 Uhr).

So allmählich füllt sich der Kader des Aufsteigers. Erstmals sind alle drei jüngst verpflichteten Akteure, Simon Fröhlich, Francis Ubabuike und Daniel Serejo spielberechtigt. Ob sie zum Einsatz kommen werden, das hat FCN-Trainer Holger Traub naturgemäß offen gelassen.

Dass seine Mannschaft als Favorit gegen die drei Klassen tiefer stehende TSG II ist, daraus macht im Schwerzer keiner einen Hehl. „Dieser Rolle sind wir uns natürlich bewusst. Wir beschäftigen uns auch nicht so viel mit dem Gegner, sondern vielmehr mit unserem Spiel. Dann hoffen wir, dass man am Ende sagen kann, dass sich der Gegner ordentlich verkauft, sich die Qualität aber dann doch durchgesetzt hat“, blickt Traub auf dieses doch recht ungleiche Duell.

Für Hofherrnweilers Landesliga-Reserve ist es ein echtes Highlight. Durch die Finalteilnahme im Bezirkspokal, den die TSG-Zweite durch das 0:2 gegen den FV Sontheim nicht holte, löste sie das Ticket für die erste Runde im WFV-Pokal. Im Erstrundenspiel an diesem Samstag ist die TSG wieder einmal der Außenseiter, doch in dieser Rolle machte die Mannschaft in der abgelaufenen Runde ziemlich gut. Mit dem 1. FC Normannia Gmünd kommt allerdings ein frischgebackener Oberligist an den Sauerbach. „Ein Bonusspiel“, wie TSG-Co-Trainer Dominik Skalitzki findet.

Dabei wird die Normannia auf ein halbes Dutzend Spieler verzichten müssen. Marvin Gnaase, Stephan Fichter, Felix Bauer, Simon Knecht und Pascal Werba weilen im Urlaub, Ricardo Dias Matos fehlt verletzt. „Es ist eine Vorbereitung, so wie eine Vorbereitung halt läuft, auch in der Oberliga. Es gehört einfach dazu, wir sind keine Profis. Natürlich finde ich das als Trainer nicht optimal, ändern aber kann ich es auch nicht“, sagt Traub bezogen auf seine Ausfälle.

TSG II ohne Angst

Die TSGler sind nach ihrer erfolgreichen Vorsaison Neu-Bezirksligist. Doch die große Angst macht sich deshalb nicht breit im Lager der Hofherrnweilermer. „Man glaubt auf jeden Fall daran, sonst bräuchte man nicht antreten“, sagt Skalitzki trotz Außenseiterrolle.

Auf die Gmünder habe sich das Team um Skalitzki „eingestellt“, und wer weiß was möglich ist. Die junge TSG kann und muss Laufeinsatz einbringen und auf die Chance hoffen. „Wir schenken es nicht her“, macht Skalitzki klar.

Traub sagt, dass seine Mannschaft noch eine Weile brauchen werde, bis sie ans Optimum gelangen kann. „Unsere Neuzugänge haben die Urlauber zum Beispiel noch gar nicht kennengelernt. Da kann man ja nicht erwarten, wenn sie dann irgendwann gemeinsam auf dem Platz stehen, dass alle Mechanismen automatisch greifen“, so der Normannia-Trainer, der aber trotz der Unwägbarkeiten eine klare Forderung an seine Mannschaft stellt: „Wir wollen uns in diesem Duell natürlich keine Blöße geben.“

Denn dieses Ergebnis wird keine Makulatur sein.

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