Energie-Genossen: Drei Prozent Dividende ausgeschüttet

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Aalener Nachrichten

Bei der Generalversammlung der Energiegenossenschaft OstalbBürgerEnergie (OBE) im Forum der VR-Bank Ostalb in Aalen hat der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Thilo Rentschler, für das Geschäftsjahr 2017 eine Bilanzsumme von knapp 2,193 Millionen Euro präsentiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 94 525 Euro aus.

Zum Jahresende 2017 gehörten der OBE 348 Mitglieder an, die mit insgesamt 18 449 Geschäftsanteilen beteiligt sind. 2017 sei ein gutes „Sonnenjahr“ gewesen, sagte Rentschler. Insgesamt ist die Zahl der Sonnenstunden auf der Ostalb gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent gestiegen. Die Einspeiseleistung der OBE-Anlagen konnte gar um 2,8 Prozent verbessert werden. Demgegenüber lag die Einspeisung aus der Windenergieanlage in Eyderstedt-Donstorf um 12,3 Prozent unter dem Planansatz. Der Vorstandsvorsitzende der OBE, Hans-Peter Weber, wies darauf hin, dass die Genossenschaft, um derartige Schwankungen auszugleichen, darauf achten müsse, genügend interne Reserven aufzubauen. Daher soll auch ein bedeutender Anteil vom Jahresergebnis den Rücklagen zugeführt und zusätzlich eine Dividende von drei Prozent ausgeschüttet werden.

„Ein starkes Signal“

Rentschler erläuterte in seinem Bericht den Wechsel im Vorstand von Cord Müller zu Norbert Saup. Die vorgeschlagene Dividendenausschüttung in Höhe von drei Prozent wertete er als starkes Signal an die Mitglieder der OBE und verglich diesen Wert mit den wesentlich geringeren Zinssätzen, die aktuell am Markt zu erzielen sind.

Die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Dividendenausschüttung in Höhe von drei Prozent wurde dann auch einstimmig beschlossen. Dass die OBE vorbildlich und einwandfrei geführt werde und glänzend dastehe, bescheinigte der Prüfbericht des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes.

Derzeit besteht bei der OBE noch ein Aufnahmestopp für neue Mitglieder beziehungsweise die Zeichnung weiterer Anteile. Der Aufnahmestopp dient der Erhaltung einer attraktiven Verzinsung der Anteile der OBE-Mitglieder und bleibt so lange bestehen, bis die OBE sich an weiteren regenerativen Anlagen beteiligen und damit weitere Erträge erzielen kann. Vorstandsmitglied Norbert Saup stellte hierbei Möglichkeiten für weitere Beteiligungen der OBE an Windkraftanlagen vor wie beispielsweise beim Windpark Ohmenheim. Diese soll nach Austausch einiger defekter Trafos in den nächsten Monaten erfolgen.

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