Endgültig: Go-Ahead fährt auf der Remsbahn

Lesedauer: 3 Min

Solche neuen Flirt-Triebwagenzüge von Stadler im neuen Landesdesign will Go-Ahead künftig auf der Remsbahn auf die Reise schick
Solche neuen Flirt-Triebwagenzüge von Stadler im neuen Landesdesign will Go-Ahead künftig auf der Remsbahn auf die Reise schicken. (Foto: privat)
Aalener Nachrichten

Jetzt ist es amtlich: Ab 2019 wird das britische Eisenbahnverkehrsunternehmen Go-Ahead die Deutsche Bahn im Regionalverkehr auf der Remsbahn ablösen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat am Freitag in letzter Instanz bestätigt, dass die Vergabe der von Baden-Württemberg ausgeschriebenen Lose 2 und 3 des Netzes 1 an die deutsche Tochter Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH korrekt ist.

Durch diese Entscheidung wird das seit 2015 laufende Wettbewerbsverfahren um die Vergabe des Schienennahverkehrs in diesen Losen endgültig abgeschlossen, da gegen die Entscheidung kein Einspruch eingelegt werden kann. Ab Juni 2019 wird somit Go-Ahead die Strecken mit 3,7 Millionen Zugkilometern für Los 2 und 4,4 Millionen Zugkilometern für Los 3 befahren.

„Wir begrüßen diese Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe sehr. Sie ist ein positives Zeichen für mehr Wettbewerb auf der Schiene und im Allgemeinen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Durch die endgültige Klärung können wir nun in die Mobilisierungsphase starten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen Interessenvertretern in der Region“, sagt Stefan Krispin, der Deutschland-Geschäftsführer von Go-Ahead.

Die Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH wurde 2014 in Berlin gegründet und ist eine Tochter des britischen Unternehmens Go-Ahead. Nachhaltigkeit und Sicherheit seien zentrale Unternehmenswerte, die in der täglichen Arbeit gelebt werden, teilt das Unternehmen mit. Auch in Deutschland spielten diese Werte von Anfang an in allen Unternehmensaktivitäten eine zentrale Rolle. „Es ist ein fester Bestandteil unserer Firmenphilosophie, dass wir uns als langfristiger Partner in der und für die Region begreifen. Daher bringen wir uns ein – zum Beispiel durch die Errichtung einer neuen Werkstatt in Baden-Württemberg“, sagt Stefan Krispin.

Neue Werkstatt in Essingen?

Nach Informationen unserer Zeitung soll dafür auch eine Fläche neben dem Essinger Bahnhof in der engeren Wahl sein. Der Platz wäre dort jedenfalls vorhanden, um eine Werkstatt zu bauen, in der die Go-Ahead-Züge gewartet und repariert werden können. Dabei würden auch einige neue Arbeitsplätze entstehen. Die Entscheidung darüber, wo die Werkstatt letztlich entstehen soll, könnte möglicherweise bereits in der kommenden Woche fallen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen