Eingangsbereich der Marienkirche wird neu beraten

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 Spektakuläre Themen im Kirchengemeinderat Sankt Maria haben (von links) Diakon Michael Junge, die zweite Vorsitzende Sabine Ra
Spektakuläre Themen im Kirchengemeinderat Sankt Maria haben (von links) Diakon Michael Junge, die zweite Vorsitzende Sabine Rathgeb, Pfarrer Wolfgang Sedlmeier und den Leiter des Kirchlichen Verwaltungszentrums, Jochen Breitweg, beschäftigt. (Foto: Thomas Siedler)
Johannes Müller

Sechs Mitglieder des Kirchengemeinderats Sankt Maria haben sich dafür ausgesprochen, die Gestaltung des Eingangsbereichs im Rahmen der Kirchensanierung neu zu beraten. Damit kam die nötige Stimmenzahl von einem Drittel der KGR-Mitglieder zustande, um den Antrag anzunehmen, dass sich das Gremium nochmals mit dem inzwischen umstrittenen Architektenvorschlag befassen sollte.

Diesen Antrag hatte nicht die Laienvorsitzende Sabine Rathgeb gestellt, wie irrtümlich berichtet, sondern Ingrid Senbert, eine von 18 Mitgliedern des KGR Sankt Maria. Von ihnen waren 16 in der Sitzung am Mittwoch anwesend, die von Pfarrer Wolfgang Sedlmeier eröffnet und von Sabine Rathgeb geleitet wurde.

In der Gemeinde wurde viel diskutiert

In der Begründung ihres Antrags wies Senbert darauf hin, dass seit dem KGR-Beschluss über die Gestaltung des Eingangsbereichs über ein Jahr vergangen sei, eine Zeit, in der in der Gemeinde viel diskutiert wurde, ob die beschlossene Lösung die richtige sei, den Eingangsbereich als Begegnungsstätte so aufwendig wie geplant zu gestalten. Sabine Rathgeb erinnerte an das damalige Abstimmungsergebnis vom 24. Juli 2017, als neun Mitglieder für die ursprüngliche Version des Architekten waren und fünf dagegen.

Die Sache sollte man nochmals neu überdenken, um festzustellen, ob der KGR heute noch voll dahinterstehe, argumentierte Senbert. Gegenstimmen führten die Kosten ins Feld, die eine Umplanung durch die Architekten verursachen würden. Den Vorschlag, die Abstimmung über den Antrag zu verschieben, um nochmals darüber nachzudenken, hielt Pfarrer Sedlmeier nicht für angebracht, weil man in der Zeitschiene bleiben sollte. „Wir machen das heute“, sagte er kurz und bündig. In der geheimen Abstimmung entschieden sich von den 16 Mitgliedern sechs Stimmen für den Antrag. Damit war das entscheidende Drittel für die Annahme des Antrags erreicht.

Ein weiterer spektakulärer Punkt der Sitzung war ein Brief, den Pfarrer Sedlmeier an Bischof Gebhard Fürst schrieb. In Rottenburg hatte man nämlich die Stelle des Studentenseelsorgers aus dem Personalplan der Diözese gestrichen. Nur die 50-Prozent-Stelle für die Gmünder Hochschulen war noch im Plan. Sedlmeier setzte sich in seinem Schreiben entschieden dafür ein, die Stelle für die FH Aalen unbedingt beizubehalten. Auf Anfrage aus dem Gremium teilte er mit, dass der bisherige Aalener Studentenseelsorger, Pastoralreferent Tobias Obele, am Montag dieser Woche nach langer Krankheit seine Arbeit wiederaufgenommen habe. Solange Obele in Aalen bleibt, sei ihm die Stelle sicher.

Dass die Studentenseelsorge in Aalen aber grundsätzlich erhalten bleibe, sei auch unter ökumenischen Gesichtspunkten wichtig, betonte Sedlmeier. Von evangelischer Seite sei ihm bedeutet worden, Pfarrer Richter habe gerne ausgeholfen. „Aber auf Dauer geht das nicht“, sagte Sedlmeier. Mit einer hälftigen Teilung der Stelle mit Schwäbisch Gmünd zeigte er sich einverstanden. Der KGR stimmte dem Brief Sedlmeiers einstimmig zu.

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