Eine-Welt-Woche: Ferien for future

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Lena-Luisa Maier

Steigende Temperaturen, Trockenheit. Das Klima verschlechtert sich immer mehr. Woran liegt das und was können wir dagegen tun? Diesen Fragen sind die Kinder beim Ferienprogramm „Eine-Welt-Woche“ der Organisation „act for transformation“ im interkulturellen Garten nachgegangen. Von Montag bis Donnerstag haben sich die zwischen Fünf- und Elfjährigen mit Fragen rund um die Themen Klima und Umwelt beschäftigt.

Sonnenblumen blühen, die Sonne brutzelt vom Himmel. Ein weißes Zelt mit bunten Schnüren spendet Schatten, auf einem Trampolin toben Kinder. Ein paar Mädchen legen mit großen Fußabdrücken einen Weg durch den Garten. Die bunten Abdrücke führen kreuz und quer durch die Wiese. „Benutzt du eine Tüte beim Einkaufen“, steht auf einem der Füße. Darunter eine Punktzahl für ja oder nein. Am Ende der Fußabdrücke das Ergebnis, wie viele Erden durch den eigenen Lebensstil verbraucht werden.

Von Klima bis Obst

„Was haben wir am Montag gemacht?“, fragt Andreas Wenzel, von der Organisation „act for transformation“ in die Runde. Ungefähr zwölf Kinder sitzen um einen Tisch und zeigen ihren Eltern mit verschiedenen Plakaten, was sie die Woche über gemacht haben. Am Montag ging es um das Thema Klima, am Dienstag war das Obst dran. „Wir haben Obstsalat gemacht“, rufen die Kinder. „Und was noch“, fragt Wenzel. „Tschurtschela“ hilft eine Mutter aus. Die Kinder zeigen auf Nüsse, die an einem Spieß von der Decke hängen. Eine Nascherei aus Georgien, die aus Traubensaft und Walnüssen besteht.

Am Mittwoch was Wassertag

„Wasser ist wertvoll“ steht auf dem nächsten Plakat. Denn Mittwoch war Wassertag. Die Kinder haben gelernt wo man viel Wasser verbraucht, dass es im Rhein endet, wenn der Hund pinkelt und wie viel Wasser für ein Kilo Rindfleisch benötigt wird. „Zirka 15 000 Liter – fast so viel wie hundert Badewannen“, wiederholt Andreas Wenzel. „Oh mein Gott“, rufen die Kinder. Am Donnerstag ging es dann auf eine Reise, auf die Reise einer Jeans. Die Kinder erzählen den Eltern, wo die Baumwolle dafür wächst und welche Länder eine Jeans durchläuft.

Auch Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp ist da und hört sich an, was die Kinder zu erzählen haben. Am Ende stellt auch sie sich noch den Fragen der Kinder. „Warum bist du bei den Grünen?“, ist eine davon.

Bevor zum Abschluss für das Stockbrot noch Teig geknetet und Stöcke gesammelt werden fragt Andreas Wenzel, wer sich an die bunten Fußabdrücke erinnert. Einige Hände fliegen in die Luft. „Am Schluss kam ja raus, wie viele Erden ihr verbraucht – was kam denn raus?“, fragt Wenzel. „Drei“, rufen die Kinder aus allen Ecken. „Und wie viele haben wir“, fragt Wenzel weiter. „Eine“.

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