Ein volksnaher und sympathischer König

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Sportredakteur/DigitAalen

Gelöst, fröhlich, sympathisch oder einfach Arthur Abele. Der König der Leichtathleten hat bei einem Empfang in seiner ehemaligen Heimatgemeinde Hüttlingen viele Hände geschüttelt und sich für die jahrelange Unterstützung seines TSV Hüttlingen bedankt. Beim Empfang am Sonntag platzte das Forum der Gemeinde aus allen Nähten.

Strahlender Sonnenschein, der Hüttlinger Musikverein und ein ausgerollter roter Teppich begrüßten den Heimkehrer auf der Ostalb. Was dann folgte, war ein tosender und anhaltender Applaus der zahlreichen Weggefährten, TSV-Mitglieder, Trainer, Fans oder eben einfach Hüttlinger, die ihren Arthur Abele feiern wollten.

Der Europameister im Zehnkampf seinerseits schien ebenfalls noch völlig auf einer Erfolgswelle zu reiten und scherzte, grinste und versprühte beste Laune. „Wir sind einfach nur stolz auf unseren Arthur“, sagte der TSV-Vorsitzende Tibor Borbély und sprach damit aus, was viele im Forum verspürten. Landrat Klaus Pavel dagegen machte bei Abele gar das „Ostalb-Gen“ aus.

„Wir haben nicht viel, aber wir haben Energie und geben nicht auf“, sagte Pavel. Aufgeben, das ist wahrlich keine Stärke von Abele, der nach zahlreichen schweren Verletzungen nun endlich auf dem Gipfel seiner Karriere angekommen scheint. Doch er hat noch Ziele: „Doha oder die Olympischen Spiele 2020 habe ich schon noch im Blick“, sagte Abele. Mit ihm haben diese Ziele auch sein Hüttlinger Fanclub um den „Fanvorstand“ Hansi Teufel. „Wenn Arthur bei Olympia 2020 dabei sein sollte, dann sind wir es auch“, sagte Teufel. Doch am Sonntag ging es nun erst einmal darum, den Erfolg von Berlin zu feiern. Mit dabei waren auch ehemalige Trainer aus Hüttlinger Zeiten, wie etwa Hannes Lockenvitz.

Rückblick auf Hüttlinger Zeiten

Dieser bescheinigte seinem ehemaligen 32 Jahre alten Schützling noch immer ein „junges Alter“ und schenkte Abele ein von ihm selbst gemaltes Bild. „Arthur Abele ist ein Vorbild für alle Nachwuchsathleten“, sagte Borbély und hofft natürlich auch auf einen neuen Schub, Ansporn und Motivation für seinen TSV.

„Man muss nicht nur mit Weltklasseathleten trainieren. Es reicht oft auch, wenn man eine gute Trainingsgruppe hat. Denn wenn die Stimmung passt, dann steigt die Motivation und die Leistung wird besser“, sagte Abele.

Chance auf Ticket für Doha

Nach einem kurzweiligen Rückblick auf die Hüttlinger Stationen seiner sportlichen Karriere und dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde war der offizielle Teil der Feierstunde beendet und die zahlreichen Autogramm- und Fotojäger kamen auf ihre Kosten.

Nach dem Empfang in Hüttlingen wartet auf Abele, der für den SSV Ulm startet, nun in den kommenden Tagen bereits ein weiterer Zehnkampf. Hier kann sich der sympathische „König Europas“ bereits die Starterlaubnis für die Weltmeisterschaften in Doha im kommenden Jahr erkämpfen. Ohne Erfolgsdruck, mit Euphorie und ohne Verletzungen könnte Abele dann auch hier wieder für Furore sorgen. Dass er es kann, das hat er in Berlin eindrucksvoll bewiesen.

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