Edith Piaf erwacht zum Leben

Lesedauer: 4 Min
 Einen grandiosen Chansonabend haben die Besucher in der Aalener Stadthalle erlebt. Evi Niessner erweckte Edith Piaf und ihre un
Einen grandiosen Chansonabend haben die Besucher in der Aalener Stadthalle erlebt. Evi Niessner erweckte Edith Piaf und ihre unvergesslichen Lieder wieder zum Leben. (Foto: Thomas Siedler)
Edwin Hügler

Sie ist Zirkusdirektorin, Diva, Göre und uferlos Liebende in einer Person und fasziniert ihr Publikum mit ihrem Charme und ihrer Stimme: Evi Niessner. Bei ihrem Konzert in der Aalener Stadthalle hat sie die legendäre Edith Piaf aufleben lassen und das Publikum zwei Stunden lang in ihren Bann gezogen.

Zusammen mit Pianist Thomas Teske kreierte Niessner einen Abend voller Emotionen rund um die große französische Chansonsängerin, die in ihrem bewegten Leben viele Höhen und Tiefen erlebt hat. Niessner machte ganz im Stile von Edith Piaf Drama und Trauer, Freude und natürlich die Liebe transparent. Der Sängerin gelang es die Besucher mitzunehmen in eine spektakuläre Musikszene rund um Paris und New York.

Edith Piaf war körperlich klein, doch innerlich groß und hatte ein unvergleichliches Charisma. Sie eroberte die Musikwelt mit ihren Chansons. Evi Niessner wandelte auf den Spuren ihres großen Vorbilds mit Eleganz, aber manchmal auch frech und stets voller Lebensfreude. Dabei beeindruckte sie mit ihrem sängerischen Können, das keine Wünsche offen ließ.

Die Liebe zu Paris

Als in schwarz und rot gekleidete Zirkusdirektorin lud Niessner zunächst in die Manege ein und sang „Bravo pur le Clown“. Dann erlebte man die typische Edith Piaf als wilde Göre in den Clubs. Der „Spatz von Paris“ wurde flügge und erzählte musikalisch vom „Láccordeoniste“, der für die Straßenmädchen spielte, vom Mann am Piano und von ihrer Liebe zu Paris.

Pathos und Melodram wurden beim „traurigsten Tango der Welt“ von Kurt Weil lebendig und immer wieder kehrte sie zurück zum Thema das die Welt bewegt: Die Liebe.

Piaf hat durch einen Verkehrsunfall einen lieben Menschen verloren, den Schmerz darüber verarbeitetet sie mit „Mon Dieu“- mein Gott. Auch bei diesem Titel ließ Niessner ihr großes musikalisches Einfühlungsvermögen erkennen und interpretierte dieses Lied mit einer Mischung aus dramatischen Elementen und dem Vertrauen auf Gott.

Der versöhnlichen „L´Hymne a´l´Amour folgte das bewegte „Milord“ und dann das wohl bekannteste Lied von Edith Piaf „ Je ne regrette rien“ – ich bereue nichts. Auch die Besucher dieses wunderbaren Chansonabends hatten nichts zu bereuen und belohnten Evi Niessner und Pianist Thomas Teske mit reichlich Applaus. Zum Schluss gab es noch das Gute-Nacht-Lied „Parlez moi d´Amour – Erzähl mir von der Liebe. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen