Ebru Kaya übernimmt den „Hobel“

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Schwäbische Zeitung
Redakteurin/DigitAalen

Neun Jahre lang hat Cerstin Hafner das Lokal „Zum alten Hobel“, unter Aalener Kneipengängern besser bekannt als „Hobel“, geführt. Zum 30. November heißt es für die 32-Jährige Abschied nehmen.

Dann will sie sich erst einmal ihrer kleinen Familie widmen, die im Januar mit der Geburt ihres zweiten Kindes Zuwachs bekommt. Nachfolgerin der erfahrenen Gastronomin wird Ebru Kaya, vielen bekannt durch ihre langjährige Tätigkeit in der „Brezga Blase“, die gemeinsam mit drei weiteren Partnern die Kneipe fortan führen wird.

Den „Hobel“ nach fast einem Jahrzehnt an jemand anderen abzugeben, fällt Hafner nicht schwer. Sie freut sich auch darüber, dass mit Ebru Kaya eine Geschäftsführerin nachfolgt, der die Gastronomie im Blut liegt. Sie selbst hat mit 22 Jahren das mittlerweile seit rund 30 Jahren existierende Lokal als vierte Pächterin übernommen und bei Null angefangen. „So goldig naiv“, einen Pachtvertrag für zehn Jahre zu unterschreiben, würde sie heute nicht mehr sein. „Wenn ich jedoch zurückblicke, habe ich zwar einiges falsch, aber noch viel mehr richtig gemacht“, sagt Hafner, die sich vor allem bei ihrer Familie und ihrem Freund bedanken möchte, ohne deren Unterstützung die neun Jahre so nicht möglich gewesen wären. Es habe schwierige Phasen gegeben, „aber rückblickend war es eine geile Zeit, die ich nicht missen möchte“. Nicht missen möchten auch die Stammgäste die engagierte und offene Gastronomin, die für viele schon zum Inventar gehört und immer eine spritzige Idee auf Lager gehabt habe.

Leise von der Bildfläche zu verschwinden, ist nicht die Art der 32-Jährigen, die am 22. November auf neun Jahre „Hobel“ zurückblicken kann. Dies wird mit Freunden und Gästen im Rahmen einer Jubiläums- und Abschiedswoche vom 19. bis 26. November gefeiert. Bei der Abschlussparty am 26. November heißt es dann „alles muss raus“, bevor Hafner die Tür ihres „Babys“ hinter sich zumacht. Ihr Catering-Unternehmen „Schnittchen-Schneewittchen,“ das sie ebenfalls seit neun Jahren führt, und mit dem sie das Jazzfest, die Hochschule, die Geschäfte Modehaus Funk, C’est la vie, den Friseursalon Gold, aber auch Unternehmen wie Mapal, Würth und viele mehr beliefert, wird sie weiterbetreiben. Auch ansonsten wird man nach der Babypause bestimmt noch einiges von ihr hören.

„Hobel“ bleibt urige Kneipe

Für ihren „Hobel“ hofft sie, dass Ebru Kaya vieles so lässt, wie es ist – von der Einrichtung als auch vom Konzept her. Sie selbst habe bereits durch einige Umbauarbeiten vieles optimiert. Dass der „Hobel“ auch weiterhin eine Raucherkneipe bleiben wird, verspricht Kaya. Auch der urige Stil solle beibehalten werden. Anfang Dezember will sich die künftige Pächterin ans Sanieren und Renovieren machen. Am 16. Dezember öffnet dann der „Hobel“ unter ihrer Regie die Pforten. Nach einer inoffiziellen Eröffnung steigt dann für alle ab 20 Uhr die Party. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, sagt die Aalenerin. Gestern war sie auf dem Weg nach China. Hier tanke sie die nötige Energie, um dann durchzustarten.

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