Ebnater Steige wird gesperrt

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 Die Ebnater Steige muss gesperrt werden. Grund sind Baumfällarbeiten. Das Bild zeigt Rainer Deuschel (links) und Armin Pfeuffer
Die Ebnater Steige muss gesperrt werden. Grund sind Baumfällarbeiten. Das Bild zeigt Rainer Deuschel (links) und Armin Pfeuffer in dem Waldstück, wo die Bäume gefällt werden. (Foto: Hügler)
Edwin Hügler

Wegen dringend notwendiger Baumfällarbeiten wird die Ebnater Steige von Samstag, 26. Oktober, 7.30 Uhr, bis Samstag, 2. November, 17.30 Uhr, in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Verkehrsteilnehmer werden in der Zeit der Vollsperrung über Waldhausen auf der Landesstraße 1080 in Richtung Aalen über die Himmlinger Steige umgeleitet.

In einem Gespräch erläuterten der Leiter der zuständigen Forst-Außenstelle Bopfingen des Landratsamtes, Rainer Deuschel, Revierleiter Armin Pfeuffer sowie Erich Bareiter und Josef Kurz von der Realgenossenschaft Unterkochen die Hintergründe der Sperrung, die auch nachts Bestand hat. Durch die große Trockenheit 2018 und auch dieses Jahr sind im „Zwerenberg“ an der Ebnater Steige in großen Umfang Buchen abgestorben. Diese drohen auf die Fahrbahn zu stürzen und den Verkehr zu gefährden.

„Wir sind gebrannte Kinder“, betonte Erich Bareiter und verwies auf einen Unfall, der sich 1995 ereignet habe. Damals sei ein Baum auf die Straße gestürzt und habe ein Auto getroffen. Die Folge seien zwei Schwerverletzte gewesen. Nur weil es kurz zuvor eine Waldbegehung ohne Beanstandungen gegeben habe, sei die Realgenossenschaft damals haftungsrechtlich mit einem blauen Auge davongekommen.

„Die Verkehrssicherheit geht vor“, erklärte auch Rainer Deuschel, denn auf der Ebnater Steige würden immerhin 18 000 Fahrzeuge pro Tag fahren. Er warb um Verständnis für die seiner Ansicht nach unumgängliche Maßnahme.

Insgesamt werden von drei Teams mit jeweils drei Waldarbeitern rund 200 abgestorbene Buchenbäume gefällt; die Kosten der Aktion wurden auf 35 000 bis 40 000 Euro beziffert. Die Bäume sind 120 bis 130 Jahre alt und haben ihren Zenit bereits überschritten.

Trotz ausgeschildeter Umleitungen werden sich in der Zeit von 26. Oktober bis 2. November Verkehrsbehinderungen kaum vermeiden lassen. Ortskundige Fahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

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