Ebnater beweisen komödiantisches Talent

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 Dass sie komödiantisches Talent haben, das haben die Theaterspielder des SV Ebnat beim Lustspiel „Männer haben’s auch nicht lei
Dass sie komödiantisches Talent haben, das haben die Theaterspielder des SV Ebnat beim Lustspiel „Männer haben’s auch nicht leicht“ bewiesen. (Foto: Hügler)
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Männer haben das Bier-Gen und Frauen sind notorisch vom Putzfimmel-Virus befallen. Klar, dass das nicht so recht zusammenpasst und zu mancherlei Irritationen unter den Geschlechtern führt. Was sich daraus alles entwickelt und wie man schließlich aus dem Schlamassel kommt, haben die Besucher am Samstag beim Lustspiel „Männer haben’s auch nicht leicht“ von Regina Rösch in der ausverkauften Ebnater Jurahalle erlebt.

Unter der Regie von Roswitha Weber und Birgit Breitweg präsentierte sich die Theatergruppe des Sportvereins Ebnat wieder einmal in absoluter Bestform. Drei Stunden lang wurden die Lachmuskeln des Publikums auf das Äußerste strapaziert, die Bühnenakteure stellten ihr komödiantisches Talent eindrucksvoll unter Beweis.

Zum Inhalt: Der gewiefte Automechaniker und eingefleischte Junggeselle Rudolf Struppe (Friedrich Arnold) führt eigentlich ein glückliches Leben. Er gönnt sich regelmäßig seine Bierchen und die Fleischwurst kommt bei ihm schon zum Frühstück auf den Tisch. Seine beiden Freunde Schorsch (Werner Eberle) und Willi (Jochen Weber) besuchen ihn regelmäßig zu einem Bierchen, denn sie stehen gewaltig unter der Kandare ihrer beiden Ehefrauen Greta (Iris Reiger) und Gunda (Monika Pehl). Mit von der fröhlichen Männerpartie ist auch noch der charmante Frauenversteher Gustav (Rudi Mayer).

Tofuwürstchen und Tee

Das Leben könnte für Rudolf so schön sein, wenn da nicht seine wortgewaltige Schwester Apollonia (Roswitha Weber) wäre. Sie taucht regelmäßig vor Feiertagen bei Rudolf auf, um bei ihm in der Wohnung eine unglaubliche Putz- und Säuberungsorgie durchzuführen. Selbst die geliebten Bierchen entsorgt sie und Rudolf bekommt anstatt Fleischwurst Müsli, Tofuwürstchen und Tee. Kein Wunder, dass es ihm immer schlechter geht. Seine Freunde bemerken das natürlich und so beten die drei Männer eines Morgens: „Lieber Gott, lass die Unterkochener im Tal schmachten, dann werden wir dich ewig achten.“

Doch vor dem Heimatfest in Ebnat will Apollonia geschlagene neun Wochen dableiben und zusammen mit Greta und Gunda sowie der ledigen Nachbarin Irene (Birgit Breitweg) für Ordnung im Haus sorgen. Die verzweifelten Männer frönen ihrer DNA, nämlich Durst nicht Arbeit. Da taucht eines Tages der Trachtenmodenhändler Lothar (Eberhard Amerein) mit seiner flotten Nichte Charlotte (Katrin Hermann) auf. Der alte Charmeur Gustav bändelt zum Leidwesen von Apollonia mit Charlotte an und führt sie in den „Apfelbaum“ nach Aalen aus.

Rudolf wird seine Schwester einfach nicht los. Da hecken seine Freunde Schorsch und Willi einen genialen Plan aus: Rudolf soll mit Anne-Marie, die er angeblich aus „Bauer sucht Frau“ kennt, aufs Heimatfest gehen und sie als seine Freundin ausgeben. Hinter Anne-Marie versteckt sich Willi. Die Männer sind sich sicher, dass der Plan aufgeht und Apollonia dann verschwindet, da sie ihren Bruder ja in sicheren Händen weiß.

Gesagt, getan und Rudolf flirtet im Beisein seiner Schwester und der anderen Frauen heftig mit seiner vermeintlichen Geliebten Anne-Marie, doch da macht ihm plötzlich der ahnungslose Gustav Konkurrenz. Die Sache fliegt schließlich auf. Doch Rudolf schnappt sich Irene, die eine Metzgerei in Stuttgart geerbt hat. Die „Mitgift“ stimmt also und die Versorgung von Rudolf mit Fleischwurst ist gewährleistet.

Der langanhaltende Schlussapplaus des Publikums galt den Bühnenakteuren, aber auch Tobias Vetter für die Technik, den Souffleusinnen Renate Buchstab und Margret Raubacher sowie Maskenbildnerin Anja Goggele.

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