Duell gegen Lotte: VfR trifft auf alte Bekannte

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 Matthias Morys (unten) und der VfR waren Kaiserslautern um Kevin Kraus zuletzt unterlegen.
Matthias Morys (unten) und der VfR waren Kaiserslautern um Kevin Kraus zuletzt unterlegen. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Wer kennt wen nicht? Das ist die zutreffende Frage im heutigen Fußball-Geschäft. Irgendwie kreuzen sich zwischen Kollegen in der Branche immer wieder die Wege. Argirios Giannikis kennt nach eingehender Analyse die Mannschaft der Sportfreunde Lotte, die ist zum Beispiel kompakt und zielstrebig. Aber besonders kennt der Trainer des VfR Aalen zwei handelnde Akteure. Giannikis absolvierte mit Nils Drube, dem Coach der Lotter, seine Fußball-Lehrer-Ausbildung mit Abschluss 2016, er ist ein guter Freunde von Giannikis. Und Gerrit Wegkamp setzte er in dieser Saison sogar schon in seine Startelf.

An diesem Samstag kommt es in der Nähe von Osnabrück zu einem Wiedersehen besonderer Art. Beim 1:4 gegen 1860 München spielte Wegkamp noch für den VfR – und wechselte danach, Ende August, nach Lotte. Ziemlich zeitgleich übernahm Drube das vakante Trainer-Amt von Matthias Mauksch. Und diese beiden Neu-Lotter sorgten in den zurückliegenden acht Spielen mit für den Aufschwung bei den Sportfreunden.

Für Giannikis sei der nächste Gegner (13.) „die Mannschaft der Stunde“. Der Trainerwechsel hat gewirkt: Acht Spiele, vier Siege, drei Unentschieden, eine Niederlage. „Er hat die Mannschaft stabilisiert, hat das Momentum auf seiner Seite“, erklärt der Coach.

Seinen Moment hatte zuletzt auch Wegkamp: Er erzielte just vor dem Aalen-Spiel sein erstes Tor für die Lotter beim 2:0-Sieg in Uerdingen. „Da freue ich mich für ihn. Ich hoffe, dass er gegen uns kein Tor macht“, sagte Giannikis über seinen Ex-Spieler, der bei den Sportfreunden einen Stammplatz hat. Ein Tor gemacht hat auch der VfR gegen Kaiserslautern – aber eben auch zwei kassiert, was die Mannschaft nach großen Aufwand wieder mit leeren Händen dastehen ließ.

„Die Mannschaft belohnt sich zu selten.“ Zeit für hängende Köpfe war nicht allzu lange nach dem Montagabendspiel und auch Feiertag gab es beim VfR nicht. Erst sprach der Trainer, dann trainierte die Mannschaft.

Die soll wieder offensiv und mutig agieren, „das ist unser Spiel, unsere Stärke“. Beim 1:2 gegen die Lauterer hatten die Aalener den Gegner über weite Strecken im Griff.

Veränderung beim VfR

„Die Mannschaft weiß, was sie gut gemacht hat“, so Giannikis. Die Pleite wurde „mental aufgearbeitet“, auch „Einzelgespräche um das aus dem Kopf zu kriegen“, zählen dazu. Der VfR (nur 18.) hat das Momentum eher nicht auf seiner Seite.

„Wir haben eine Phase, in der vieles zusammenkommt im Moment, mit individuellen Fehlern, Lattenschüsse, Elfmetersituationen. Doch das können wird nicht mehr verändern, das ist Vergangenheit.“ Jetzt zählt nur noch Lotte. „Die Partie ist wichtig, wie jede Partie, wenn du unten drin stehst“, machte Giannikis klar.

Eine Veränderung in der Mannschaft wird es gegen Lotte sicher geben: Für den gelbgesperrten Royal-Dominique Fennell gibt es verschiedene Optionen für die nächste Start-Aufstellung. Entweder wird die Position in der Dreierkette Eins-zu-Eins besetzt (Marian Sarr, Yannis Letard oder Antonios Papadopoulos) oder es wird auch eine Viererkette umgestellt.

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