DRK baut Seniorenwohnheim in Weststadt

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Über 1200 Ehrenamtliche engagieren sich im Kreisverband Aalen des Deutschen Roten Kreuzes.
(Foto: Archiv)
Sylvia Möcklin

In der Weststadt soll ein neues Seniorenwohnheim entstehen. Es wird die achte stationäre Einrichtung unter der Regie des Kreisverbands Aalen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sein.

In seinem Tätigkeitsbericht für 2014 bezeichnet der Kreisverband außerdem die Flüchtlingsarbeit als große künftige Herausforderung, zu der das DRK „einen wichtigen Beitrag leisten“ wolle.

Der Bereich der stationären Altenhilfe ist laut dem Tätigkeitsbericht das größte Standbein im DRK-Kreisverband.

Zwar habe es im vergangenen Jahr Dämpfer gegeben: So musste das Pflegehotel beim Ostalb-Klinikum im September geschlossen werden, nachdem dessen Belegung auf nur noch knapp 57 Prozent zurückgegangen war. Auch die Belegung der sieben vollstationären Pflegeeinrichtungen habe sich „deutlich verschlechtert“: Sie betrug unter 94 Prozent nach 97,5 Prozent im Vorjahr. Die Vermarktung von Doppelzimmern in Bopfingen, Lauchheim und Oberkochen werde immer schwieriger. Hier müsse das Rote Kreuz in den kommenden Jahren neue Konzepte entwickeln.

Gleichzeitig ist der Kreisverband überzeugt, dass die Nachfrage nach stationären Altenpflegeplätzen aufgrund des demografischen Wandels weiterhin steigen wird. In Aalen zumindest seien alle Einrichtungen „sehr gut belegt“. Deshalb habe das Präsidium beschlossen, den künftigen Bedarf mit einer Einrichtung in Hoferrnweiler-Unterrombach zu decken. Ein Grundstück mit 5800 Quadratmetern sei bereits erworben. Dafür sowie für einen Planungswettbewerb, den das DRK ausschreibt, sind 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Zuversicht für das Projekt gewinnt das Rote Kreuz auch durch das Beispiel seines siebten, „kleinen, aber sehr feinen“ neuen Seniorenzentrums in Neuler, das für knapp 4,5 Millionen Euro gebaut wurde, im Oktober 2014 seinen Betrieb aufnahm und bereits zum Jahresende voll belegt war.

Arbeitskreis für Flüchtlingsarbeit

Auch in einem ganz anderen Bereich sieht der Kreisverband eine große Aufgabe. Nachdem sich die Aufnahme von Flüchtlingen im Ostalbkreis innerhalb der vergangenen fünf Jahre verzehnfacht habe und mit einem weiteren Zustrom zu rechnen sei, sei das Präsidium einstimmig zu der Meinung gelangt, „dass die Unterstützung dieser Menschen in unser Aufgabenfeld fällt“. Ein Arbeitskreis wurde ins Leben gerufen, der sich Angebote für Flüchtlinge überlegt. Drei Ortsvereine, in deren Region Asylbewerber untergebracht sind, hätten sich bereits offen für die neue Aufgabe gezeigt. Zum Beispiel werden für Neuankömmlinge Willkommenspakete mit Spenden geschnürt. In der neuen Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen wird der Kreisverband mit 1,75 Personalstellen in der Sozial- und Verfahrensberatung tätig.

Über 1200 Ehrenamtliche

Insgesamt sind im DRK-Kreisverband Aalen 1202 Ehrenamtliche, 72 Freiwillige, 311 Arbeitskreismitglieder und rund 500 Hauptamtliche tätig. Was sie im vergangenen Jahr in den Bereitschaften, im Jugendrotkreuz, bei der Bergwacht, im Rettungsdienst, in der Altenhilfe, in der Jugendsozialarbeit, bei den Freiwilligendiensten und in der Sozialarbeit geleistet haben, ist im Tätigkeitsbericht für 2014 zusammengefasst und wird bei der diesjährigen Kreisversammlung erörtert.

Die Kreisversammlung des DRK-Kreisverbands Aalen findet am Mittwoch, 13. Mai, um 19 Uhr im Zeiss-Forum in Oberkochen statt.

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