Trainer Helmut Dietterle.
Trainer Helmut Dietterle. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Wenn man mit Helmut Dietterle (67) über die TSG Tübingen redet, hat er viel zu erzählen. Ein Satz ist aber prägnant. „Das ist so eine Mannschaft, die jeden schlagen kann.“ Also etwa auch die Sportfreunde Dorfmerkingen? Ja, jeden. Die Sportfreunde haben das in der vergangenen Saison leidvoll erfahren müssen.

Das 1:4 ist längst Geschichte (dazwischen gab es noch ein 1:1) und Dietterles Dorfmerkinger haben in der Fußball-Verbandsliga einen Status erlangt, von dem sie mindestens auch in Tübingen neidvoll gen Ostalb blicken. Denn diese Dorfmerkinger sind in dieser Saison ja offenbar nicht zu schlagen, elf Siege und elf Unentschieden sind eine Hausnummer und mündeten folglich in den aktuellen Spitzenplatz. Die Oberliga ist aber noch fern, mindestens acht Spiele.

„Man will natürlich kein Spiel verlieren“, sagt Trainerfuchs Dietterle vor dem Duell an diesem Samstag um 15.30 Uhr gegen Tübingen. Doch für ihn ist das Wichtigste, wie sich seine Mannschaft präsentiert. Und dahingehend stellt der Coach seinen Mannen einen gutes Zeugnis aus. „Bisher hat sie immer alles gegeben“, freut sich Dietterle. Sollte das auch in Tübingen wieder gelingen, dürfte es bei aller Fußballkunst des Tabellenneunten (“Sie könnten höher stehen“) schwer sein, die Sportfreunde mit einer Niederlage nach Hause zu schicken.

Nicht alle sind fit

Doch die Tübinger können einiges, was zu Erfolgserlebnissen führen kann. Kombinationsfußball, technisch beschlagen und unberechenbar da sie ja jeden schlagen können. „Zuhause sowieso“, weiß Dietterle – womöglich auf Kunstrasen.

Wer darauf aufläuft, nachdem der Bus mit zahlreichen Fans von 11 Uhr an gen Tübingen gerollt ist, liegt noch in den Überlegungen des Trainers. Christian Scherer (Urlaub), Simon Vesel (Knie) und Tim Brenner (musste das Donnerstagstraining abbrechen) fallen aus. Für Dietterle nur ein bedingtes Problem. „Wir haben junge ehrgeizige Spieler hinten dran“, sagt der Coach.

Sie haben, wie alle Mitglieder der Mannschaft, keinen Druck. „Die Mannschaft kann ohne Druck aufspielen“, befindet Dietterle zur aktuellen komfortablen Situation mit scheinbarer Unbesiegbarkeit und Oberliga-Träumen.

Vor Tübingen oder was da sonst noch so kommt, braucht sie keine Angst zu haben.

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