Den Sieg noch aus der Hand gegeben.
Den Sieg noch aus der Hand gegeben. (Foto: Peter Schlipf)
Jürgen Blankenhorn

Dorfmerkingen: Zech – Schmid, Sauer, Janik (76. Zimmer), Bihr (70. Schiele, B.), Vazquez, Roschmann, Nietzer (83. Renner), Gruber, Schiele M., Wende (61. Scherer).

Eine glücklich überstandene Anfangsphase, dann das Spiel ausgeglichen gestaltet, 1:0 in Führungen gegangen, den Jubel zum 2:0 schon auf den Lippen – um dann nach dem Ausgleich in der 90. Minute in der Nachspielzeit mit einem Remis leben zu müssen. Die Dorfmerkinger Fußballer und ihre Fans erlebten im zweiten Heimspiel gegen die Gäste vom FSV 08 Bissingen ein Wechselbad der Gefühle – und wussten am Ende nicht, ob sie den verlorenen zwei Punkten nachtrauern oder sich über einen gewonnen Punkte freuen sollen. Letztendlich war es ein verdientes Unentschieden, dass aufgrund des Spielverlaufs aus Dorfmerkinger Sicht jedoch unglücklich zustande kam.

Mit dem FSV 08 Bissingen war eine extrem spielstarke und technisch versierte Mannschaft zu Gast, die motiviert in die Partie startete die und Dorfmerkingen mit ihrem schnellen Passspiel mächtig unter Druck setzte. Es schien nur eine Frage der Zeit, wann der Ball das erste Mal im Dorfmerkinger Netz zappeln würde. Nach zwölf Minuten war es dann fast soweit – doch Michael Schiele konnte die Situation in letzter Sekunde klären. Die Gäste rannten weiter energisch aber ohne zählbaren Erfolg an.

Sportfreunde kommen besser ins Spiel

Während deren Anfangselan abflaute, kamen die Hausherren immer besser in Spiel. Auch die Hintermannschaft wurde mit zunehmender Spieldauer immer souveräner. Da sich keine Mannschaft durchsetzen konnte ging man mit einem gerechten 0:0 in die Kabinen. Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag. Erst hatte Nietzer das 1:0 auf dem Fuß (50.), dann musste Zech bei einem Schuss aus der zweiten Reihe (51.) seine Klasse unter Beweis stellen und hatte Glück, dass Sarak völlig freistehend an seinem Tor vorbeiköpfte (52.). Dann war wieder Dorfmerkingen am Drücker. Nachdem Nietzer nach einer Einzelleistung noch an der Fußspitze des Torwarts scheiterte (54.) nutzte Wende einen Abpraller und netzte zum vielumjubelten 1:0 ein (57.)

Vorausgegangen war ein Zuckerpass von Nietzer auf Gallego, dessen Heber nur die Latte traf. Nach der Führung zog sich Dorfmerkingen etwas zurück, setzte aber mit schnellen Kontern empfindliche Nadelstiche. Ein abgefangener Angriff leitete die nächste Dorfmerkinger Großchance ein. Bihr setzte sich auf der linken Seite durch und steckte gefühlvoll auf Gallego durch. Bei seinem Heber fühlten sich die Fans an das 1:0 erinnert, doch der Ball hatte die richtige Höhe. Genauso wie auch ein Bissinger Abwehrspieler, der per Kopf auf der Linie klärt. Während das Dorfmerkinger Kollektiv seinem kräfteraubenden Spiel Tribut zollen musste, bekamen die Gäste ihre zweite Luft. Die immer mehr unter Druck stehende Abwehr konnte die Situationen nicht mehr entscheidend klären. Alles gipfelte in einem abgefälschten Schuss von Kundem, der sich unhaltbar zum unglücklichen aber verdienten Ausgleich in die Maschen senkte (90.).

Helmut Dietterle: „Klar ist man am Ende traurig, dass es mit dem Sieg nicht geklappt hat. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie hat einen tollen Fußball gespielt. Am Ende haben wir dem Druck leider nicht standgehalten.“

Bissingens Trainer Alfonso Garcia: „Die ersten 20-25 Minuten haben wir sehr gut gespielt, dann aber die Linie verloren. Nach der Führung lag das 2:0 in der Luft. Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat immer an sich geglaubt.“

Torschütze Michael Wende: „Das Spiel zu beurteilen ist schwierig. Wir haben gezeigt, dass wir schwer zu spielen sind und einen großen Teamgeist haben. Leider ist das 2:0 nicht gefallen. Wir haben einen Punkt gegen ein Top-Team geholt, daher bin ich im Endeffekt glücklich.“

Torwart Christian Zech: „Mit dem Tor kurz vor Schluss wurden wir von einem Top Team bestraft. Ansonsten haben wir gezeigt, dass wir gut mitspielen können, daher bin ich trotz des späten Ausgleichs mit unserer Leistung zufrieden.“

Dorfmerkingen: Zech – Schmid, Sauer, Janik (76. Zimmer), Bihr (70. Schiele, B.), Vazquez, Roschmann, Nietzer (83. Renner), Gruber, Schiele M., Wende (61. Scherer).

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