Diese Regeln gelten in den 20er- und 30er-Zonen in Aalen

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Seit Mai 2018 gibt es Tempo-20-Zonen in Aalen: Autofahrer sind unsicher, welche Vorfahrtsregeln gelten.
Seit Mai 2018 gibt es Tempo-20-Zonen in Aalen: Autofahrer sind unsicher, welche Vorfahrtsregeln gelten. (Foto: Eva-Marie Mihai)
Redakteurin/DigitAalen

Im vergangenen Jahr wurden in der Innenstadt neue Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt. Seither seien einige Autofahrer und Radfahrer bei der neuen Vorfahrtsregelung ins Straucheln gekommen, sagt die Stadt und macht mit Pressemeldungen noch einmal darauf aufmerksam. „Wir wollten nochmals sensibilisieren für die bestehenden Tempolimits“, sagt Stadt-Sprecherin Karin Haisch. So sieht die Situation jetzt aus.

Seit Dezember gilt auf der Friedrichstraße im Abschnitt zwischen der Roschmann-Kreuzung bei der Bohlschule und dem Zeiss-Werk in beiden Richtungen Tempo 30. Schon etwas älter sind die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten rund um die Innenstadt. Seit Mai 2018 wurden die auf 20 Kilometer pro Stunde vereinheitlicht. Neue Tempo-20-Zonen gab es in der Johann-Gottfried-Pahl-Straße, der Gmünder Straße, Gartenstraße und Friedhofstraße jeweils ab der Einmündung Friedrichstraße sowie der Westlichen Stadtgraben und der westlichen Teil des Nördlichen Stadtgraben.

Die Stadt Aalen weist darauf hin, dass an Kreuzungen und Einmündungen innerhalb einer 20er-Zone die allgemeine Rechts-vor-links-Regelung gilt. Daher hat sich an den Einmündungen Friedhofstraße/Friedhofstraße, Friedhofstraße/ Caroline-Fürgang-Straße und Friedhofstraße/Westlicher Stadtgraben die vorher geltende Vorfahrtreglung geändert. Ausgenommen hiervon wurde die Einmündung Nördlicher Stadtgraben/Weidenfelder Straße. Hier wurde zur besseren Abwicklung des Buslinienverkehrs die Vorfahrt für die Fahrzeuge im Nördlichen Stadtgraben an der Einmündung Nördlicher Stadtgraben/Weidenfelder Straße mit einer gesonderten Beschilderung unverändert beibehalten

Zusatzschilder sind abmontiert

Auf diese Änderungen wurde seit Mai 2018 durch Zusatzschilder hingewiesen. Im November, nach sechs Monaten wurden die wieder abgenommen, sagt Haisch. Insbesondere an der Kreuzung Friedhofstraße/Westlicher Stadtgraben seien die Schilder für Radler und Autofahrer hilfreich gewesen, um auf die geänderte Vorfahrt hinzuweisen. Außerdem wurden dort deutliche Bodenmarkierungen angebracht.

Auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert wurde der Verkehr in der Friedrichstraße zwischen der Roschmannkreuzung und der Einmündung Eichwaldstraße. Damit wurde, wie schon in der Deutschordenstraße in Waldhausen und der Hofherrnstraße, die geänderte Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung umgesetzt. Sie sieht eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde auf den Straßenabschnitten vor, in denen sich Zugänge zu Schulen, Kindertageseinrichtungen oder Alten- und Pflegeheimen befinden.

Da sich in diesem Bereich der Friedrichstraße ein direkter Zugang zum Kindergarten Sankt Josef und zum Theodor-Heuss-Gymnasium befindet, wurde in Fahrtrichtung Wasseralfingen auf Höhe des Parkplatzes der ehemaligen Bohlschule und in Fahrtrichtung Zentrum nach der Einmündung Eichwaldstraße jeweils eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde mit dem Hinweis „Schulen“ ausgeschildert.

Neue Regel auch in Kantstraße

Die Geschwindigkeitsanordnung soll je Einrichtung höchstens 300 Meter Länge betragen und hat daher in der Friedrichstraße eine Gesamtlänge von ungefähr 600 Meter. Die Geschwindigkeitsreduzierung gilt, an die Unterrichtszeiten des Theodor-Heuss-Gymnasiums angelehnt, zeitlich befristet montags bis freitags zwischen 7 Uhr und 18 Uhr im gesamten Abschnitt, auch in den Ferien und an Feiertagen. Eine ähnliche Regelung wird in Kürze auch in der Kantstraße im Bereich der evangelischen Kindertagesstätte „Grauleshof“ umgesetzt. Die Zone bei der Kantstraße wird voraussichtlich im Laufe des Februar installiert werden, sobald die erforderlichen Schilder geliefert wurden, teilt die Stadt mit. Damit werde die Verkehrssicherheit für Kindergartenkinder und Schüler erhöht.

Kontrollen werden durchgeführt

Nach Angaben der Polizei gab es dort seit Einführung der Tempo-20-Zone keine Unfälle wegen der geänderten Vorfahrtsregelung. „Die ausgeschilderten Tempolimit werden im Allgemeinen gut angenommen“, sagt Haisch.

Es gab an den Stellen schon Geschwindigkeitskontrollen, etwa einen Monat nach der Anordnung sowohl in der Friedrichstraße als auch Hofherrnstraße. „Das 20er- Tempolimit im Stadtring hat sich bewährt. Trotzdem werden wir auch dort immer wieder Kontrollen durchführen und entsprechende Verstöße auch ahnden.“

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