„Die Zukunft kommt schneller in die Gegenwart als je zuvor“

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400 Gäste sind zu dem Vortrag von Professor Markus Hengstchläger in die Aalener Stadthalle gekommen. Dazu eingeladen hatte die
400 Gäste sind zu dem Vortrag von Professor Markus Hengstchläger in die Aalener Stadthalle gekommen. Dazu eingeladen hatte die Kreissparkasse Ostalb. Unser Foto zeigt (von links) des Kreissparkassen-Vorstandsmitglied Markus Frei, Professor Markus Hengstschläger, Andreas Götz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse und Christof Morawitz, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse. (Foto: Edwin Hügler)

Kompetenzen stärken sowie Talente und Individualität der Mitarbeiter zu fördern sind nach Ansicht von Markus Hengstschläger für Unternehmen die wichtigsten Voraussetzungen, um die unvorhersehbare Zukunft zu meistern. Diese Meinung vertrat der Professor für Genetik von der Universität Wien bei seinem Vortrag im Rahmen der Reihe „Unternehmer Wissen“ der Kreissparkasse Ostalb in der Aalener Stadthalle.

Die rund 400 Gäste waren gebannt von den spannenden Ausführungen des Referenten.“Die Zukunft kommt schneller in die Gegenwart als je zuvor“, sagte Hengstschläger und verwies darauf, dass sich die Informationen alle 24 Stunden verdoppeln. Doch es gebe keinen Grund zur Panik, denn es habe auch schon ein Leben vor dem Handy und vor dem Facebook-Account gegeben- „und wir sind immer noch da“.

Hengstschläger machte deutlich, dass im anstehenden Zeitalter von Industrie 4.0 die Rezepte der Vergangenheit nicht mehr erfolgsversprechend seien. Einfach billig zu produzieren reiche nicht mehr aus.

Nicht auf den Durchschnitt verlassen

Gefährlich ist es seiner Ansicht nach sich auf den Durschnitt zu verlassen. „In einer Turnhalle kommen zehn Bälle von rechts oben und zehn Bälle von links unten, der Durschnitt liegt in der Hallenmitte. Wer hier die potenziellen Ballfänger positioniert. liegt immer falsch“, nannte der Referent als Beispiel.

Es gelte Talente zu erkennen und zu fördern, denn Mittelmaß schaffe keine Innovation „Die Gene sind dabei Bleistift und Papier, die Geschichte schreiben wir selber“, betonte der Professor. In unserem System gehe es viel zu sehr darum die Schwächen eines Einzelnen auszumerzen, anstatt seine individuellen Stärken zu fördern. Der Schlüssel zum zukünftigen Erfolg für die Unternehmen liege in der richtigen Mischung zwischen Sicherheit und Flexibilität.

„Die intrapersonelle Intelligenz gilt es zu stärken, jeder soll sich mit dem beschäftigen, was er kann“, sagte Hengstschläger und machte aber auch deutlich, dass die interpersonelle Intelligenz genauso wichtig sei. Dabei gehe es um die richtige Teambildung, damit die Stärken eines jeden Einzelnen zur Geltung kommen.

Um die Zukunft zu meistern brauche es Innovation und Mut, meinte der Professor und bezeichnete die Angst vor der Zukunft als einen Irrtum.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Kreissparkassen-Chef Andreas Götz seine Freude über die große Resonanz des Vortrages zum Ausdruck gebracht. „Stärken wir unsere Kernkompetenz“ sagte Vorstandsmitglied Markus Frei in seinem Schlusswort.

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