Die VR-Bank-Stiftung hilft

Lesedauer: 4 Min

Die VR-Bank-Stiftung Aalen schüttet dieses Jahr 10
000 Euro aus.
Die VR-Bank-Stiftung Aalen schüttet dieses Jahr 10 000 Euro aus. (Foto: dpa/Daniel Karmann)
Redaktionsleitung

Gut angelegt ist das Kapital der VR-Bank-Stiftung Aalen. Mit dem Erlös fördert die Stiftung überwiegend Vereine und Institutionen im Bereich Kultur, Soziales und Sport.

10 000 Euro wird der Stiftungsbeirat unter Vorsitz von Oberbürgermeister Thilo Rentschler dieses Jahr verteilen. Wohin das Geld geht, entscheidet das Gremium im August. Noch bis Ende Juli können Anträge bei der Stiftung eingereicht werden. Übrigens und das ist neu: Nach der Fusion mit der Volksbank Schwäbisch Gmünd können sich Vereine und Institutionen aus dem Gmünder Raum ebenfalls um eine finanzielle Förderung bewerben.

Die VR-Bank-Stiftung feiert Jubiläum. Gegründet wurde sie 1993 anlässlich des 125-jährigen Bestehens der damaligen Aalener Volksbank, erzählen der Vorsitzende der Stiftung, Hans-Peter Weber, und das Mitglied im Stiftungsvorstand, Claus Albrecht. Startkapital vor 25 Jahren waren 250 000 D-Mark. Heute befinden sich im Geldtopf der Stiftung 530 000 Euro.

Rendite von vier Prozent

Wie aber schafft es die Bank angesichts der anhaltenden Niedrig- bis Nullzinsphase überhaupt noch einen Erlös aus dem vorhandenen Stiftungskapital zu erwirtschaften? Das Geld sei konservativ angelegt, erläutert Weber, der zugleich Vorsitzender der VR-Bank Ostalb ist. Aktien- und Immobilienfonds spielten dabei eine Rolle. „Wir kommen auf eine Rendite von vier Prozent“, sagt der Banker.

Wichtig ist es Claus Albrecht, der nach dem Zusammenschluss der VR-Bank Aalen mit der Volksbank Schwäbisch Gmünd zum Aufsichtsratsvorsitzenden der neuen Genossenschaftsbank gewählt wurde, zu betonen, dass die Erträge aus dem Stiftungsvermögen nicht mit der Gießkanne ausgeschüttet würden. Weber ergänzt und gibt damit einen Schwerpunkt der Förderung vor: „Die Jugend liegt uns sehr am Herzen.“

Was zum Beispiel förderungswürdig ist

Als förderungswürdig beschreibt Weber etwa das Engagement eines Krankenpflegevereins, dessen Mitglieder einen Fahrdienst organisiert haben für Menschen, die zum Arzt müssen. Genauso förderungswürdig sei die Amerikareise eines Musikvereins. Hier stünde der Kulturaustausch im Vordergrund. Besonders jugendlichen Musikerinnen und Musikern solle mit einem Zuschuss die Teilnahme an der Reise ermöglicht werden.

Seit Bestehen der Stiftung wurden insgesamt rund 200 000 Euro ausgeschüttet. Häufig sei es dabei um Anschubfinanzierungen gegangen. „Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe“ sagt Weber, der sich durchaus über Zustiftungen freuen würde. Er hält es aber auch nicht für ausgeschlossen, dass die VR-Bank Ostalb selbst zu gegebener Zeit über die Erhöhung des Stiftungskapitals nachdenkt. Letztlich hängt dies vom wirtschaftlichen Erfolg der Genossenschaftsbank ab.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen