Die Linke: Kinderklinik muss bleiben

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 Der Kreisvorstand der Linken hat sich zur geplanten Einschränkung beziehungsweise Schließung der Aalener Kinderklinik beraten.
Der Kreisvorstand der Linken hat sich zur geplanten Einschränkung beziehungsweise Schließung der Aalener Kinderklinik beraten. (Foto: Thomas Siedler)
Aalener Nachrichten

Der Kreisvorstand der Linken Ostalb hat sich zum Thema Aalener Kinderklinik beraten. In einer Pressemeldung teilt der Vorstand mit, eine breite Öffentlichkeit habe sich bereits gegen die massive Einschränkung beziehungsweise Schließung der Kinderklinik ausgesprochen und setze sich für eine verlässliche Gesundheitsversorgung für Kinder wohnortnah mit den erforderlichen Bedingungen ein. Ebenso unterstütze Die Linke Ostalb die Ziele der Aktionsgruppe, der Ärzte, der Beschäftigten, des Personalrats und des Fördervereins Kinderklinik Aalen.

Kritisiert wurde, dass auffällig still in der öffentlichen Debatte die Land- und Bundestagsabgeordneten im Ostalbkreis seien. Gerade sie seien immer bestrebt gewesen, sich beim Thema „Ländliche Region" für eine „Stärkung" auszusprechen, deshalb sei jetzt ihr Engagement gefordert. Anstatt das Problem der Gesundheitsversorgung „dem Markt zu überlassen, der es schon richten wird" sei ein Umdenken in der Politik gefragt. Ohne Beteiligung der Bundes- und Landespolitik werde es nicht gelingen, die beiden Kinderkliniken in Aalen und Mutlangen langfristig zu erhalten.

Die Bundespolitik habe unter anderem mit den Fallpauschalen und einschneidenden Gesundheitsreformen zum Ausbau lukrativer Bereiche geführt und ökonomisch unattraktive Fachabteilungen wie Kinderheilkunde und Geburtshilfe zum Abbau freigegeben.

Die verantwortlichen Landesbehörden schauten offensichtlich tatenlos zu, anstatt nach Patientenwohl und Versorgungsbedarf zu fragen, heißt es in der Stellungnahme der Linken weiter. So habe die Landesregierung in diesem Jahr ihre Investitionen für die Kliniken um 6,5 Millionen Euro im Vergleich zu 2017 gekürzt, obwohl die Steuerquellen sprudelten. Im kommenden Jahr werden es sogar 23,5 Millionen Euro weniger sein als 2017. Die Konzentration von Klinikstandorten dagegen werde vom Land gezielt gefördert.

Es sei höchste Zeit, dass sich die politisch Verantwortlichen dem Thema Kinderklinik, ausgelöst durch finanzielle Unterversorgung ländlicher Kliniken, stellen – auch wenn die nächsten Wahlen nicht vor der Tür stünden.

Personalmangel bekämpfen

Die Linke fordert eine gute Gesundheitsversorgung, ambulant und stationär, für die Kinder und Jugendlichen in unserer Region – und – wo sie bereits abgebaut wurde, wie in der Kinderklinik Aalen, eine Wiederherstellung. Eine bedarfsgerechte Finanzierung der Krankenhäuser und Bekämpfung des Personalmangels seien unumgänglich. Es könne nicht sein, dass dafür kein Geld zur Verfügung gestellt werde, so die Kreisvorsitzende Christa Klink.

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