Die beste 3. Liga aller Zeiten

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Das Duell gab es schon in der 2. Liga: Der Ex-Aalener Collin Quaner (l.) schießt gegen Ex-Braunschweig-Torwart Rafal Gikiewicz
Das Duell gab es schon in der 2. Liga: Der Ex-Aalener Collin Quaner (l.) schießt gegen Ex-Braunschweig-Torwart Rafal Gikiewicz ein Tor. (Foto: dpa)
Sportredakteur/DigitAalen

Die Mannschaften der Saison 2018/2019:

Eintracht Braunschweig (A), 1. FC Kaiserslautern (A), Karlsruher SC, Wehen Wiesbaden, Würzburger Kickers, Hansa Rostock, SV Meppen, Fortuna Köln, Spvgg Unterhaching, Preußen Münster, Carl-Zeiss Jena, VfR Aalen, Hallescher FC, Sonnenhof Großaspach, FSV Zwickau, Sportfreunde Lotte, VfL Osnabrück, TSV 1860 München (N), Energie Cottbus (N), KFC Uerdingen (N)

Die beste 2. Liga aller Zeiten - das war die Saison 2016/2017. Ein gewisser VfB Stuttgart am Ende als Meister, dahinter Hannover 96 und Eintracht Braunschweig hübschten die Fußball-Unterklasse deutlich auf. Und auch diese Braunschweiger sorgen dafür, dass die neue 3. Liga der Saison 2018/2019 gefühlt die eigentliche 2. Liga ist. Für die kommende Spielzeit verspricht das Teilnehmerfeld die wohl beste - und traditionsreichste - 3. Liga aller Zeiten zu sein - und mittendrin steht der VfR Aalen.

„Das ist die vermeintlich anspruchvollste 3. Liga seit Bestehen der 3. Liga“, findet auch der neue VfR-Trainer Argirios Giannikis. Braunschweig, im Vorjahr noch in der Bundesliga-Relegation gescheitert, bildet mit einem verhältnismäßig hohen Etat nun den Krösus der Drittklassigkeit. Daneben versucht weiterhin der in der diesjährigen Aufstiegsrelegation gescheiterte Karlsruher SC (der allerdings sparen muss), hoch zu kommen. Runter kam noch der ruhmreiche 1. FC Kaiserslautern, rauf haben es am Sonntag die wiedererstarkten Löwen von 1860 München geschafft. Die Münchner und auch der finanzstarke KFC Uerdingen (mit russischem Geldgeber), der älteren Fußballfans aus den 1980er Jahren als Bayer Uerdingen bekannt ist, besitzen ebenso wie Braunschweig und Kaiserslautern reichlich Bundesliga-Erfahrung. So auch Aufsteiger Nummer drei, Energie Cottbus. Zehn Ex-Bundesligisten tummeln sich nunmehr auf der untersten Profi-Ebene.

Die neue 3. Liga wird in ihrer elften Saison die erste ohne eine U 23 eines höherklassigen Vereins sein - und die gingen nie als Zuschauermagneten in die Geschichtsbücher ein. Eher die Liga-Neulinge. Mit diesen neuen, altbekannten Namen wird die Drittklassigkeit aufgewertet - neben den schon bisher mitspielenden Ex-Bundes- und Zweitligisten. „Die Dritte Liga ist schwer. Man muss schon sehr viel Schubkraft haben, um aus der Liga herauszukommen“, sagte Ex-VfR-Coach und Rekordtrainer der 3. Liga, Peter Vollmann, vor Kurzem in einem Interview mit den „Aalener Nachrichten“. Schubkraft, die Vereine wie Braunschweig oder 1860 besitzen. „Jeder weiß, wie schwierig die 3. Liga ist. Aber wir sind nun dort und werden diesen Kampf annehmen und ihn erfolgreich bestehen“, lässt Braunschweigs Aufsichtsratsvorsitzender Sebastian Ebel verlauten.

Neu: Vier Absteiger

Das Ziel des VfR in dieser Spielzeit im Sammelsurium von großen Namen ist noch nicht klar. Giannikis muss schließlich erst einmal seine Mannschaft kennenlernen. Fakt ist: Die Liga wird eine erhöhte bundesweite Aufmerksamkeit erfahren.

Und der Abstiegskampf - in dem der VfR sicher nicht verwickeln sein will - härter. Erstmals steigen vier Mannschaften in die Regionalliga ab. „Das ist eine andere mentale Beanspruchung“, schätzt Giannikis ein. Wer wann gegen wen in der anspruchsvollen Spielklasse spielen wird, steht noch nicht fest. „Der Spielplan 2018/2019 der 3. Liga soll in der ersten Juli-Woche veröffentlicht werden“, erklärt der für die Liga zuständige Deutsche Fußball-Bund (DFB). Voraussichtlicher Start dürfte Freitag, 27. Juli, sein. Dann darf die beste 3. Liga aller Zeiten ihrem vorausgeeilten Ruf gerecht werden.

Die Mannschaften der Saison 2018/2019:

Eintracht Braunschweig (A), 1. FC Kaiserslautern (A), Karlsruher SC, Wehen Wiesbaden, Würzburger Kickers, Hansa Rostock, SV Meppen, Fortuna Köln, Spvgg Unterhaching, Preußen Münster, Carl-Zeiss Jena, VfR Aalen, Hallescher FC, Sonnenhof Großaspach, FSV Zwickau, Sportfreunde Lotte, VfL Osnabrück, TSV 1860 München (N), Energie Cottbus (N), KFC Uerdingen (N)

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