Die alten Energie-Effizienzklassen haben ausgedient

 Die Note „A+++“ ist Geschichte: Die neuen Energieeffizienzklassen sollen mehr Transparenz bringen.
Die Note „A+++“ ist Geschichte: Die neuen Energieeffizienzklassen sollen mehr Transparenz bringen. (Foto: Florian Schuh)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Ab März gibt es neue Effizienzklassen für den Energie- und Wasserverbrauch von Haushaltsgeräten. Die alten Einstufungen von A+ bis A+++ haben ausgedient. Stattdessen gibt es dann nur noch die Noten A bis G. Sie sollen für bessere Vergleichbarkeit sorgen. Die Energieberatung der EKO-Energiekompetenz Ostalb und der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklären das neue Energielabel.

Die neuen Labels sehen nur auf den ersten Blick so aus wie die alten. Vor allem bei den Effizienzklassen hat sich einiges getan. Die neuen Effizienzlabels haben keine Plus-Klassen mehr wie „A+++“ oder „A++“. Stattdessen reicht ihre Skala immer von A bis G. Damit werden sie aussagekräftiger. „Bei Kühlschränken lagen zum Beispiel zuletzt fast alle Modelle in den besten Klassen, obwohl die Unterschiede teils groß waren. Für Kundinnen und Kunden ist es daher wichtig zu wissen, dass zunächst keine Geräte mit Energieeffizienzklasse A auf dem Markt erscheinen. Diese wird für künftige, noch effizientere Geräte freigehalten“, erklärt Iris Dettweiler, Energieberaterin des Energieberatungszentrums des Ost-albkreises.

Ein weiteres Merkmal des neuen Energielabels ist der QR-Code in der oberen rechten Ecke des Labels. Er verlinkt zur Datenbank „European Product Database for Energy Labelling“ (kurz: EPREL). Alle Hersteller müssen ihre Elektrogeräte in dieser Datenbank registrieren und technische Daten zu ihrem Produkt hinterlegen. Verbraucherinnen und Verbraucher können so zusätzliche Produktinformationen abrufen.

Nach Ansicht der Energieberater bringen die neuen Effizienzklassen einige Verbesserungen mit sich: Die neue Kennzeichnung unterscheide feiner zwischen den einzelnen Effizienzklassen. Das erlaube eine schnellere und genauere Einschätzung des Energieverbrauchs. Zudem sage den meisten Verbrauchern der Wasserverbrauch pro Waschzyklus oder Spüldurchlauf mehr als ein abstrakter Jahresverbrauch – wie er bei dem alten Label üblich war. Außerdem seien die Kriterien der Effizienzklassen gestiegen, sodass nicht mehr fast alle Modelle mit einem „grünen“ Image werben können. Das dränge die Hersteller, zukünftige Produkte umweltschonend zu produzieren.

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