Der Winter kann kommen

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 Die Straßenmeistereien des Landkreises sind auf den Winter vorbereitet.
Die Straßenmeistereien des Landkreises sind auf den Winter vorbereitet. (Foto: Landratsamt Ostalbkreis)
Aalener Nachrichten

Die Straßenmeistereien des Landkreises in Aalen, Bopfingen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd haben sich in den vergangenen Wochen intensiv auf den Winter vorbereitet. Die zwölf Streustofflager im Ostalbkreis sind mit rund 9000 Tonnen Streusalz und 500 Tonnen Sole gefüllt. Das teilt Landratsamt mit.

Die Sole wird für das Anfeuchten des Streusalzes benötigt. Das erhöht die Effizienz des Streumittels, da feuchtes Salz den Auftauprozess schneller in Gang setzt, gezielter dosiert werden kann und weniger durch Fahrzeuge verweht wird.

Im kommenden Winter wird im Ostalbkreis erstmals flächendeckend anstatt der herkömmlich verwendeten Calciumchlorid-Sole die umweltfreundlichere Natriumchlorid–Sole ausgebracht. Natriumchlorid-Sole wird in speziellen Aufbereitungsanlagen direkt in den Straßenmeistereien aus Streusalz hergestellt. Das vermeidet Lieferengpässe und schont die Umwelt, da der aufwendige Transport der bisher verwendeten Calciumchlorid-Sole mit Tankfahrzeugen entfällt.

35 Fahrzeuge stehen bereit

Insgesamt stehen für den Winterdienst 13 eigene Fahrzeuge sowie 22 angemietete Fremdfahrzeuge bereit, die im Bedarfsfall zum Einsatz gerufen werden. Ein auf die verkehrlichen und topografischen Notwendigkeiten abgestimmter Räum- und Streuplan legt ihre Fahrstrecken und deren Reihenfolge fest. Für den ganzen Winter vorbereitete Dienstpläne stellen sicher, dass an sieben Tagen der Woche ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, um die Straßen im Ostalbkreis befahrbar zu halten. Um Schneeverwehungen zu verhindern, werden derzeit an exponierten Stellen entlang der Fahrbahnen Schneefangzäune aufgestellt.

Trotz intensiver Vorbereitung und ständig optimierter technischer Ausstattung, wird es nicht immer gelingen, die Straßen vollkommen schnee- und eisfrei zu halten. Auch bei größter Professionalität der Einsatzkräfte gibt es Wettersituationen, die nur schwer beherrschbar sind. Deshalb appelliert Landrat Klaus Pavel an die Autofahrer: „Denken Sie rechtzeitig daran, Ihr Fahrzeug winterfest zu machen und passen Sie Ihre Fahrweise den winterlichen Straßenverhältnissen an.“

Gehölzpflegemaßnahmen

So wie es die Witterung erlaubt, werden von den Straßenmeistereien zudem Gehölzpflegemaßnahmen an den Straßenböschungen ausgeführt. Alte Gehölzbestände müssen sowohl aus ökologischen als auch aus Gründen der Verkehrssicherheit verjüngt werden. Dazu müssen insbesondere die großvolumigen Altgehölze entfernt werden, da vor allem von diesen bei Sturm und bei Schneebruch eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer ausgehen kann. Die Gehölzpflege geschieht meist durch sogenanntes „Auf den Stock setzen“. Das bedeutet, die baum- oder strauchartigen Gehölze werden ca. 20 cm über dem Boden abgesägt und entfernt.

Die Pflanzen treiben dann im Frühjahr wieder neu aus und verschließen die entstandenen Lücken schnell. Sämtliche gehölzpflegerischen Maßnahmen werden nach den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes außerhalb der Vegetationszeit durchgeführt und werden mit der Unteren Naturschutzbehörde der Landkreisverwaltung abgestimmt.

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