Der Stadt geht’s finanziell sehr gut

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 Die Stadt Aalen steht finanziell derzeit glänzend da.
Die Stadt Aalen steht finanziell derzeit glänzend da. (Foto: Tobias Hase / dpa)

Die Stadt Aalen wird unter mehr als guten Voraussetzungen in das Haushaltsjahr 2019 gehen können. Allein in diesem Jahr kann sie über zwölf Millionen Euro mehr an Schulden abbauen als geplant und wird am Ende bei einem Schuldenstand von 25,9 statt der nach Plan rechnerisch vorgesehenen 38 Millionen Euro landen. Außerdem will sie mit überschüssigen liquiden Mitteln einen zweiten Bausparvertrag abschließen, um sich damit langfristig günstige Zinskonditionen zu sichern.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler hat dies am Mittwoch im Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats erläutert, als er die Eckdaten für den Haushalt 2019 vorstellte, dessen Entwurf er am 25. Oktober im Gemeinderat einbringen will. Eine Verschuldung von nur noch 25,9 Millionen zum Jahresende, das sei rekordverdächtig niedrig, sagte Rentschler. Für den Haushalt 2019, bei dem die Steuerhebesätze unverändert bleiben sollen, werde das Motto „Pflicht vor Kür“ gelten, auch aus Kapazitätsgründen bei der Stadtverwaltung.

Der Schwerpunkt soll im kommenden Jahr demnach auf der Umsetzung von Projekten und Maßnahmen aus dem aktuellen Haushaltsplan und aus den Vorjahren liegen. 2019 sollen nur Projekte begonnen werden, für die es bereits Beschlüsse und politische Absichtserklärungen des Gemeinderats gibt. Aktuelle Beschlüsse wie etwa für den Ausbau der Kinderbetreuung und die dazu nötige Gewinnung von Fachkräften sollen in die Finanzplanung aber eingearbeitet werden.

Ein deutlich höheres Plus

Aktuell geht man im Rathaus davon aus, dass die Stadt das Haushaltsjahr 2018 mit einem positiven Gesamtergebnis zwischen zehn und 13 Millionen Euro wird abschließen können. Das bedeutet gegenüber der Planung eine Verbesserung von 2,5 Millionen Euro. Wie bereits für das laufende Jahr sollen auch für 2019 die Gewerbesteuereinnahmen mit einer Summe von 42,3 Millionen Euro angesetzt werden. Allerdings zeichnet sich schon jetzt ab, dass sich in diesem und im nächsten Jahr allein aufgrund der steigenden Bruttolöhne die Steuereinnahmen der Stadt und die Einnahmen aus dem Finanzausgleich um fünf Millionen Euro erhöhen werden.

Durch einige anstehende Investitionen der Stadt sieht die mittelfristige Finanzplanung rechnerisch und zumindest vorübergehend eine wieder deutlich höhere Verschuldung vor. Allerdings geht man davon aus, dass sich der Schuldenstand auch bis 2022 nicht auf über 60 Millionen Euro erhöhen wird.

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