Der Kampf der SG2H-Damen zahlt sich aus

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 Mussten viel laufen: Mona Bauer (rechts) und die SG2H-Damen.
Mussten viel laufen: Mona Bauer (rechts) und die SG2H-Damen. (Foto: Thomas Siedler)
Aalener Nachrichten

Am ersten Hallentag der SG Hofen/Hüttlingen im neuen Jahr spielte sich bei den Frauen ein heißes Kopf-an-Kopf Rennen ab. Die Handball-Württembergliga-Partie begann um 18.30 Uhr – fast zeitgleich dem Spiel der Deutschen Nationalmannschaft der Handball-EM 2020. Trotz der Live-Übertragung im Foyer war die Halle zum Spiel der Damen voll besetzt. Mit einem unglücklichen Tor in den letzten Spielsekunden musste man die Führung gegen die TG Nürtingen 2 aufgeben, aber durfte einen Punkt auf sein Konto gutschreiben lassen. Mit einem Unentschieden von 26:26 schlug sich die Truppe von Oppold und Ilg mehr als gut gegen den Drittplatzierten.

Die Mannschaft um Eiberger und Bauer hatten sich schon in der Woche zuvor intensiv mit dem anstehenden Gegner beschäftigt. Die Nürtinger Mädels sind bekannt für ihre weitläufige Offensive 3:2:1 Deckung, die von den gegnerischen Mannschaften eine unglaublich große Laufbereitschaft im Angriff abverlangt. Im Training sowie durch mehrere kleine Videoanalysen haben die Mädels sich speziell auf dieses Angriffsspiel vorbereitet. Die Schwierigkeit lag darin, auf jede mögliche Situation die passende Lösung und Auslösehandlung zu finden. Im letzten Spiel war nämlich genau das der Dreh- und Angelpunkt, dem man die hohe Niederlage zu verdanken hatte. Durch mangelnde Bewegung zum Ball verlor man die Kontrolle, kassierte Gegenkonter durch weggeworfene Bälle und verfiel in eine Reihe von Einzelaktionen, die sich als nicht zielführend herausstellten.

Neue Strategie

Die erste Hälfte der ersten Halbzeit war relativ unspektakulär, da sich beide Mannschaften erst einmal gegenseitig aufeinander einstellen mussten. Bis zur 22. Minute betrug der Spielstand 10:10. Die letzten Minuten vor der Halbzeit nutzen die Nürtinger Mädels geschickt für sich, so dass das gegnerische Team in der Halbzeit mit 14:12 vorne lag. Aufgeheizt von den ersten 30 Minuten heckte die SG eine neue Strategie in der kurzen Pause aus. Man wusste, dass die bisherige Spielweise Früchte tragen kann, wenn man die Aktionen im Angriff noch mehr verschärft, in der Abwehr schneller verdichtet und die Möglichkeit einer ersten Welle ergreift und auch ausnutzt. In der 40. Minute stand es 19:19. Ein Kopf an Kopf Rennen begann. Die unglaubliche Stimmung in der Halle brachte die Mädels zur Höchstleistung. Mit einem 26:26 musste man sich jedoch an diesem Tag mehr als zufrieden zeigen. Die Mannschaft hatte großen Kampf, Ausdauer und Wille bewiesen. Die Mädels von Oppold und Ilg wollen nun nur eines, und zwar das Ziel die Württembergliga zu halten nicht mehr aus den Augen verlieren. Der Auftakt der Rückrunde war gelungen und man konnte sich sogar einen Platz hoch katapultieren. Mit 9:15 Punkten belegt man nun den siebten Rang und befindet sich auf einem guten Weg.

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