Dem VfR Aalengehen die Stammspieler aus

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Auf die Ballkünste von Marco Calamita wird der VfR Aalen wohl über die Winterpause hinweg verzichten müssen.
Auf die Ballkünste von Marco Calamita wird der VfR Aalen wohl über die Winterpause hinweg verzichten müssen. (Foto: Archiv Siedler)
Regionalleiter
Manuela Harant

Beim Blick auf die Verletztenliste seiner Mannschaft verfinstert sich die Miene von Ralph Hasenhüttl, Trainer des Fußball-Drittligisten VfR Aalen, merklich: Am Samstag um 14 Uhr beim Gastspiel bei Werder Bremen II fehlen ihm bis zu sieben Spieler.

„Deshalb werden viele junge Spieler auf der Bank sitzen“, sagte der VfR-Coach bei der Pressekonferenz am Donnerstag kurz vor der frühzeitigen Abreise nach Bremen. „Wir fahren schon heute los, weil ich mit dem Freitagsverkehr schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht habe“, erklärte Hasenhüttl. Am Freitagnachmittag steht dann noch das Abschlusstraining auf dem Programm, wo sich für die angeschlagenen Wackelkandidaten entscheiden wird, ob sie gegen die Werderaner Bundesligareserve auflaufen können oder nicht.

Einer dieser Spieler, dessen Einsatz noch bis kurz vor der Partie gegen den Tabellen-18. in den Sternen steht, ist Aalens Torhüter Daniel Bernhardt. „Er hat sich im Training das Knie verdreht, wird aber auf jeden Fall mitfahren“, sagt der Coach. „Eher hier“ bleibt dagegen Enrico Valentini, der nach seinem Pokaleinsatz in der zweiten Mannschaft vom vergangenen Mittwoch immer noch Schmerzen im Bein hat. Ob der grippegeschwächte Innenverteidiger Jürgen Mössmer kicken kann, ist ebenso fraglich. Auf jeden Fall fällt abermals Christian Sauter aus, dessen Sprunggelenksverletzung sich entzündet hat. Benjamin Barg fehlt schon seit fast zwei Wochen aus familiären Gründen, während Thorsten Schulz nach der fünften Gelben Karte gesperrt ist. Kurzum: In jedem Mannschaftsteil gibt es einen oder mehrere Ausfälle.

Calamita womöglich vor OP

Am schlimmsten hat es aber Marco Calamita getroffen: Der erfahrene Drittligastürmer laboriert an einem Kreuzbandanriss, der womöglich operiert werden muss. „Das entscheidet sich am Freitag bei der Kernspintomografie. Wenn er mit einer OP länger ausfällt, müssen wir in der Winterpause handeln“, meint Hasenhüttl. Sportdirektor Markus Schupp zeigt sich aber auch für diesen Fall zuversichtlich: „Zurzeit sind sehr viele Spieler auf dem Markt.“ Auch wenn die vielen Ausfälle sowie die herbe 1:3-Niederlage im vergangenen Heimspiel gegen Babelsberg sicherlich nicht spurlos an der Mannschaft vorübergegangen sind, hat Aalens Trainer schon einen Plan B bei der Reise in den hohen Norden im Gepäck: „Es wird eine ähnliche Mannschaft wie beim Auswärtsspiel in Offenbach auflaufen. Daneben wird wahrscheinlich Kevin Ruiz statt Thorsten Schulz als Linksverteidiger auflaufen.“

Gut gespielt und unglücklich verloren, lautete das Fazit in Offenbach. In Bremen soll es diesmal vom Ergebnis her mit Tim Kister, Marco Haller, Martin Dausch und Stanislaus Bergheim – allesamt Spieler, die in der vergangenen Startelf fehlten – besser klappen.

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