Das Schubart-Gymnasium ist jetzt Geopark-Schule

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Über die Ernennung zur Geoparkschule Schwäbisch Alb des SG freuten sich (von links): Siegfried Roth, Leiter des Geoparks Schwäbi
Über die Ernennung zur Geoparkschule Schwäbisch Alb des SG freuten sich (von links): Siegfried Roth, Leiter des Geoparks Schwäbische Alb, Maxie Syren, Vertreterin der deutschen Unesco-Kommission, Landrat Klaus Pavel, Schulleterin Christiane Dittmann, Studiendirektor Thilo Krauß und der Oberbürgermeister der Stadt Aalen, Thilo Rentschler. (Foto: Anja Lutz)
Redakteurin/DigitAalen

Das Schubart-Gymnasium (SG) darf sich ab sofort Geoparkschule Schwäbische Alb nennen. Am Mittwoch hat Unesco-Vertreterin Maxie Syren der Schule die Urkunde in einem offiziellen Festakt überreicht.

Mit den Worten „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann“ und einem Lied des SG-Projektchores aus Eltern, Lehrkräften und Schülern stimmte das SG die Besucher des Festaktes auf das Thema ein. Christiane Dittmann, SG-Schulleiterin, hob in ihrer Rede hervor, wie wichtig die intensive Beschäftigung mit der Umwelt ist, das sie ein Gegengewicht zur schnellen, visuellen Gesellschaft unserer Tage setze. Man habe sich am SG ganz bewusst dafür entschieden, zur Geoparkschule zu werden und wolle in diese Ideen auch die internationalen Partnerschulen noch stärker einbeziehen.

Verpflichtung zum Bewahren

Als Vertreter des Schulträgers, der Stadt Aalen, überbrachte auch Oberbürgermeister Thilo Rentschler seine Glückwünsche. „Die Verpflichtung, unser Erbe auf der schwäbischen Alb zu bewahren, ist heut wichtiger denn je“, so der OB in seiner Rede.

Auch Landrat Klaus Pavel freute sich sehr über die Auszeichnung des Gymnasiums, gehörte er in seiner Funktion als Vorsitzender des Tourismusverbandes Schwäbische Alb zu den Gründern des Geoparks. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen am SG für deren wichtiges Engagement: „Andere reden darüber, sie machen es“.

140 Geoparks gebe es weltweit; sie sollen Erbe erlebbar machen, um Handlungsimpulse für ein nachhaltige Zukunft zu geben, sagte Maxie Syren, Vertreterin der deutschen Unesco-Kommission in ihrer Laudatio. Sie hob hervor, wie wichtig das erlebnisorientierte Lernen im und über den Geopark der SG-Schüler ist. Daneben sei auch die internationale Vernetzung der Schule ein wichtiges Kriterium für die Unesco bei der Auszeichnung des Gymnasiums gewesen. „Sie haben mit dieser Urkunde einen weiteren Schritt gemacht, um die Ziele der Agenda 2020 zu erreichen, so Syren.

Ein großes Netzwerk entstanden

Studiendirektor Thilo Krauß ist am SG der Ansprechpartner für das Thema Geoparkschule. Als er vor über acht Jahren an die Schule kam, startete er bald erste Exkursionen an den Braunenberg. „Im Laufe der Zeit haben wir Kontakte geküpft, ein großes Netzwerk ist entstanden“, schilderte Krauß die Entwicklung. Er freute sich, dass sich das SG jetzt nach viel Vorarbeit Geoparkschule nennen darf.

„Damit der Titel für Schulen attraktiv ist und die Exklusivität gewahrt bleibt, sollen nur wenige Schulen in jedem Landkreis auf diese Weise ausgezeichnet werden“ so der Geopark-Geschäftsführer Roth. „Das Bewerbungsschreiben des Schubart-Gymnasiums habe sofort Eindruck gemacht. Dem Beirat des Geoparks, der als Jury die Bewerbungen bewertet, sei es leicht gefallen der Bewerbung zuzustimmen. Die Schule konnte klar nachweisen, wie sie erdgeschichtliche Themen im Unterricht auf der Basis der Bildung für nachhaltige Entwicklung umsetzen will. Man merke, dass die Schulleitung und das Lehrerkollegium für diese Themen „brennen“ und sich mit dem neuen Profil identifizieren“, so Roth. Musikalisch umrahmt hat den Festakt der Chor „SG Voices“ sowie die Bigband der Schule.

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